Nov 24 2017

Bilderrätsel Nr. 440

Eigentlich hatte ich schon länger mal ein paar alte Hüholz-Fotos zeigen wollen. Mich veranlasst, das jetzt zu machen, hat  Holger Petersen, der sich in diesem Jahr selbst auf Doppeleichen-Suche begeben hat.

Er schreibt:

Bei dem Doppeleichen-Rätsel aus Karby habe ich behauptet, dass diese Art „Gedenkstätte“ nicht besonders selten in Schleswig-Holstein vorzufinden ist. Nunmehr könnte ich Belegfotos liefern aus …

Frage: Wo ist Holger in diesem Fall fündig geworden?

Auflösung am Montag

Bilderrätsel Nr. 440

Nov 21 2017

Kappuzzle® 498 – Hüholz | Doppeleiche

Das Foto zeigt einen vertrauten Ort in den 50- und 60-er-Jahren.

In der Bildmitte befindet sich eine Besonderheit, die heutzutage immer seltener zu entdecken ist.

1. Wo sind wir?

2. Welche Besonderheit ist gemeint?

Doppeleiche im Hüholz

Kappuzzle® 498

Wir sind im Kaffeegarten der Waldwirtschaft Hüholz, wo früher unzählige Kinder- und Schulfeste gefeiert wurden.

Erraten wurde das Lokal von Wolfgang Dase, Katr!n Wummel, Wolfgang Jensen, Heino Küster, Konrad Reinhardt, Runa Borkenstein, Sabine Brunckhorst-Klein, Klaus-Detlef Schnoor, Jürgen Weber und Harro Mehne.

Bei dem gesuchten Objekt taten sich die meisten etwas schwerer, obwohl alle, die mal dort draußen gewesen sind, es eigentlich wahrgenommen haben müssten.

Es handelt sich um zwei ineinander verschlungene Bäume, bei denen es sich nicht um eine Laune der Natur handelt, sondern um gezielte menschliche Absicht. Es ist eine sog. Doppeleiche, von denen am Ende des 19. Jahrhunderts unzählige bei uns im Land gepflanzt wurden.

Richtig getippt haben Wolfgang Dase, Wolfgang Jensen, Konrad Reinhardt, Klaus-Detlef Schnoor, Harro Mehne und Jürgen Weber. Und Katr!n Wummel konnte sich immerhin noch an zwei „verschlungene Bäume“ erinnern.

Kappeln - Hüholz - DoppeleicheKappeln - Hüholz - Doppeleiche

Kappeln - Hüholz - DoppeleicheKappeln - Hüholz - Doppeleiche

Im März 1848 kam es zur Erhebung der deutschen Bewegung in den Herzogtümern Schleswig und Holstein gegen das Dänische Königreich. In dem daraus entbrannten dreijährigen Krieg (1848–1851) wurden die beiden Herzogtümer offiziell als Schleswig-Holstein vereinigt.

Um den nationalen Gedanken in Schleswig-Holstein zu pflegen, wurden 1898, als sich der Beginn des ersten Schleswig-Holsteinischen Kriegs zum fünfzigsten Mal jährte, vor allem auf dem Gebiet der beiden ehemaligen Herzogtümer hunderte von Doppeleichen gepflanzt.

Das Zusammenwachsen zweier Stämme, die eine gemeinsame Krone bilden, war eine Manifestation des Mottos „Up ewig ungedeelt“.

Das Symbol der Doppeleiche findet sich in mehreren schleswig-holsteinischen Gemeindewappen und auch im Schleswig-Holstein-Lied.

Teures Land, du Doppeleiche,
unter einer Krone Dach,
stehe fest und nimmer weiche,
wie der Feind auch dräuen mag!
Schleswig-Holstein, stammverwandt,
wanke nicht, mein Vaterland!

Eine solche Doppeleiche wurde am 24. März 1898 auch im Hüholz gepflanzt und mit einer „Up ewig ungedeelt“-Gedenktafel versehen.

Wie viele dieser Bäume damals genau gepflanzt wurden und wie viele davon heute noch existieren, ist nicht bekannt, aber diese(n) hier gibt es noch – wenn auch stark gestutzt. Von der „Krone Dach“ ist jedenfalls nichts mehr übrig.

Kappeln - Hüholz - Doppeleiche - Foto: Michaela Bielke (25.10.2017)Kappeln - Hüholz - Doppeleiche - Foto: Michaela Bielke (25.10.2017)

Kappeln - Hüholz - Doppeleiche - Foto: Michaela Bielke (25.10.2017)Kappeln - Hüholz - Doppeleiche - Foto: Michaela Bielke (25.10.2017)

Kappeln - Hüholz - Doppeleiche - Foto: Michaela Bielke (25.10.2017)Kappeln - Hüholz - Doppeleiche - Foto: Michaela Bielke (25.10.2017)

Nov 21 2017

Buchtipp – Schleswiger Kreisbahn

Nun ist endlich das von vielen Eisenbahn- und Heimatfans lang erwartete Buch von Ludger Kenning über die Schleswiger Kreisbahn erschienen. Der Buchtitel weicht – wohl aus rechtlichen Gründen – etwas vom ursprünglich geplanten ab und das Buch ist etwas dicker ausgefallen als vor einigen Jahren angekündigt.

Buchtitel (November 2017)Ludger Kenning

Damals bei der
Schleswiger Kreisbahn

240 Seiten
DIN-A4 gebunden
107 Farb- und 333 SW-Fotos
129 Skizzen und 39 Tabellen

ISBN 978-3-944390-02-4
42,95 EUR

 

Verlagstext:

Nur noch wenig erinnert heute an das in seiner Blütezeit bis zu 108 km Streckenlänge umfassende Normalspurnetz der Schleswiger Kreisbahn. Einige ehemalige Bahngebäude, zu Radwegen umfunktionierte Trassenabschnitte und die Kappelner Museumsbahn sind letzte Zeugen eines früher für die Bevölkerung des Angelnlandes und der Schleswigschen Geest, die Landwirtschaft und Viehzucht, die zahlreichen Gewerbebetriebe, den Ausflugsverkehr sowie das Militär überaus wichtigen Verkehrsmittels.

Die Klosterkrug-Schleswiger Zweigbahn verlieh der alten Residenzstadt Schleswig im Jahr 1858 eine erste Anbindung an das Eisenbahnnetz. Erst nach Eröffnung der 3 km am Stadtkern vorbeiführenden Schleswigschen Eisenbahn (1869) sowie der staatlichen Schleibahn (1880/81) erhielt Schleswig einen stadtnahen Bahnhof. Nun galt es, das östliche Kreisgebiet mit einer Stichbahn an die Kreisstadt anzubinden. Die Schleswig-Angler Eisenbahn (SAE) eröffnete 1883 eine mit einem überaus leichten Langschwellenoberbau ausgestattete und mit Dampftriebwagen betriebene normalspurige Sekundärbahn von der Schleswiger Altstadt nach Süderbrarup, jedoch der Betrieb war unzulänglich, das Beförderungsaufkommen mäßig und die finanzielle Lage prekär. 1896 übernahm die Stadt Schleswig die SAE, allerdings war sie mit der dringenden Ertüchtigung des Oberbaus überfordert. So verkaufte sie 1901 die Strecke an den Landkreis, der seinerzeit ein großes Kleinbahnnetz anstrebte. Nach einer Erneuerung der Gleisanlagen und des Fahrzeugparks ging es endlich bergauf.

1901 begann der Bau einer Meterspurbahn von Satrup Richtung Schleswig, aber schon bald änderte man den Plan: Im Juli 1904 ging die normalspurige, windungsreiche und rund 29 km lange Kleinbahn vom Klosterfeld nach Satrup in Betrieb. Jahrelang erfüllte sie für die Anwohner, die Landwirtschaft sowie die Fleischindustrie wichtige Aufgaben, aber mit dem leichten Oberbau und beschaulichen Betriebsablauf behielt sie zeitlebens ihren kleinbahnartigen Charakter, bis sie sich gegenüber der Straßenkonkurrenz nicht mehr behaupten konnte. So endete 1965 der Personen- und in den Jahren 1975-80 auch der Güterverkehr.

Unter keinem guten Stern stand das Dasein der im Herbst 1905 hoffnungsvoll eingeweihten, etwa 44 km langen Kleinbahn von Schleswig-Friedrichsberg über die Geest bis nach Friedrichstadt. Nachdem sie durch den Bau der Staatsbahnstrecke Rendsburg – Husum herbe Einbußen erlitten hatte, verlor sie schon 1934 den Personenverkehr. Der Bau des Fliegerhorstes Jagel brachte ihr eine Gnadenfrist. Während der Abschnitt Schleswig – Kropp im Jahr 1941 an die Wehrmacht verkauft wurde, begann 1943 von Friedrichstadt ausgehend der Gleisabbau. Nach dem Krieg fuhren zeitweise wieder Personenzüge von Schleswig bis Wohlde. Schrittweise gaben die Verkehrsbetriebe des Kreises Schleswig (VKS), wie sich die Kreisbahn ab 1934 nannte, ihren westlichen Zweig auf. Erst 1983 fuhr der letzte Güterzug nach Kropp.

Die 1904 von Süderbrarup nach Kappeln verlängerte Stammstrecke bildete die Hauptlebensader des Netzes. Auch nach Einstellung des Reiseverkehrs im Mai 1972 verzeichneten die VKS dank des Kappelner Nestlé-Werks und der Schleswiger Zuckerfabrik ein hohes Frachtaufkommen. Zwischen Süderbrarup und Kappeln hielt sich der zuletzt durch die DB bzw. die Angelner Dampfeisenbahn abgewickelte Güterverkehr noch bis 2003.

Wie die anderen Bücher aus dem Kenning-Verlag wieder ein akribisch recherchiertes Werk mit allem Drum und Dran, was zur Schleswiger Kreisbahn gehört. Natürlich kommt auch die Strecke Süderbrarup–Kappeln nicht zu kurz und auch dazu gibt es viele gute und wesentliche Fotos – drei davon aus den Schulzeitreisen.

Klarer Kauf- und vielleicht Geschenktipp, zumal sich dieses schöne Buch schon in wenigen Jahren wieder zu einem kostbaren Sammlerstück entwickeln wird wie die bereits erschienen Dokumentationen über die Eckernförder und Flensburger Kreisbahnen.

Nov 14 2017

Bilderrätsel Nr. 439 – Rabenkirchen

Frage: In welcher Kirche findet man diese Deckenmalerei?

Bilderrätsel Nr. 439

Das Foto von Holger Petersen entstand in der Marienkirche in Rabenkirchen – neben der Schifferkirche in Arnis die zweite Kirche in der Kirchengemeinde Arnis-Rabenkirchen, was aufgrund der dringenden Renovierungsbedürftigkeit nicht unproblematisch ist, wie kürzlich in einem Beitrag im Schleswig-Holstein-Magazin dokumentiert wurde.

Marienkirche Rabenkirchen - Foto: Holger Petersen (25.09.2017)Marienkirche Rabenkirchen - Foto: Holger Petersen (25.09.2017)

Marienkirche Rabenkirchen - Foto: Holger Petersen (25.09.2017)Marienkirche Rabenkirchen - Foto: Holger Petersen (25.09.2017)

In der richtigen Kirche gelandet sind Maren Sievers, Wolfgang Jensen, Ingwer Hansen, Michaela Fiering, Angelika Rossen-Bürger, Runa Borkenstein, Konrad Reinhardt, Klaus-Detlef Schnoor, Katr!n Wummel und Wolfgang Dase.

Marienkirche Rabenkirchen - Foto: Holger Petersen (25.09.2017)

Nov 10 2017

Bilderrätsel Nr. 438 – Rabel

Dann machen wir weiter mit dem nächsten Gasthaus in Angeln. Ich denke, das dürfte jetzt etwas schwerer sein.

Frage: Wo befand/befindet sich dieses Gebäude?

Bilderrätsel Nr. 438

Das Ansichtskartenfoto zeigt das Gasthaus von Ernst Laß in Rabel, das anscheinend 1988 geschlossen wurde. Von 1951 bis 1970 war der Gastwirt auch Bügremeister von Rabel.

Richtig geraten haben Wolfgang Jensen, Regina Blätz, Maren Sievers, Konrad Reinhardt, Hans-Werner Panthel, Michaela Fiering, Katr!n Wummel, Wolfgang Dase, Runa Borkenstein und Heino Küster.

Nov 08 2017

Bilderrätsel Nr. 437 – Fähre Missunde

Bevor im nächsten Bilderrätsel ein weiteres Gasthaus zu erraten ist, erstmal eine kleine noch recht aktuelle Entdeckung von Holger Petersen.

Frage: Wo genau flattert diese Fahne?

Bilderrätsel Nr. 438

Dass Holger das Foto an der Missunder Fähre gemacht hat, haben Sabine Brunckhorst-Klein, Heino Küster, Harro Mehne, Hartmut Hein, Regina Blätz und Klaus-Detlef Schnoor eindeutig erkannt.

Der Witz bei diesem Rätsel war, dass sich die Vereinsfahne des FC St. Pauli weder auf dem Schwansener noch auf dem Angelner Ufer befindet, sondern auf der Fähre selbst, was explizit von Wolfgang Dase, Konrad Reinhardt, Wolfgang Jensen, Runa Borkenstein und Katr!n Wummel (wo ist bei einer Fähre Backbord?).geäußert wurde.

Allerdings weiß ich nicht, wo bei einer (Doppelend-)Fähre Backbord ist. wink

Fähre Misssunde - Foto: Holger Petersen (24.09.2015)Fähre Misssunde - Foto: Holger Petersen (24.09.2015)

Nov 06 2017

Bilderrätsel Nr. 436 – Spieskamer in Hasselberg

Auch in den nächsten beiden Wochen gibt es „nur“ das eine oder andere Bilderrätel, da ich die bereits geplanten Kappuzzles in aller Ruhe angehen möchte.

Ich hätte da noch eine Gaststätte anzubieten, die es immer noch gibt, und zwar irgendwo an der Ostsee.

Frage: Wo befindet sich dieses Gasthaus und wie hieß/heißt es?

Bilderrätsel Nr. 436

Die beiden gesuchten Namen erscheinen beim Berühren oder Anklicken des Bildes mit der Maus.

Heute heißt der Betrieb Hotel Gasthuus Spieskamer und hat sich äußerlich – wie bereits in den Kommentaren beschrieben – stark verändert.

Erkannt wurde die „Spieskamer“ von Heino Küßter wink , Hans-Werner Panthel, Claus Poppenhusen, Wolfgang Dase, Wolfgang Jensen, Regina Blätz, Hartmut Hein, Konrad Reinhardt, Harro Mehne, Klaus-Detlef Schnoor, Holger Petersen und Katr!n Wummel. Michaela Fiering lag immerhin mit Hasselberg richtig.

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