Dez 16 2017

Adventskalender 2017

Dez 13 2017

Bilderrätsel Nr. 445

Da das letzte Bilderrätsel so schnell gelöst wurde, folgt nun ausnahmsweise noch ein weiteres, aber damit auch das definitiv letzte für dieses Jahr. In der Vorweihnachtswoche gibt es dann das 500. Kappuzzle®.

Abgebildet ist eine Ansichtskarte, auf deren interessantes Motiv mich Wolfgang Jensen schon vor über zwei Jahren aufmerksam gemacht hat:

Wie das Exemplar, das inzwischen Bestandteil meiner Ansichtskartensammlung ist, tragen auch zwei weitere, die ich gefunden habe, den Poststempel KAPPELN (SCHLEI) – hier von 1912, die anderen von 1909.

Also geht es tatsächlich um „unser Kappeln“. Aber wo soll denn diese

Badeanstalt an der Schlei

gewesen sein? Vielleicht hat jemand von euch eine Idee.

Möglicherweise hilft ja auch der Text wink , der auf der Rückseite beginnt und auf dem Bild endet. Effektiver kann man Platz nicht nutzen, oder? Aber dass man Ansichtskarten auch auf Vorderseiten beschrieb, möglichst ohne dabei das Motiv gänzlich unkenntlich zu machen, war damals durchaus üblich, wenn man viel zu berichten hatte.

Frage: Wo genau war diese Badeanstalt?

Da ich den Standort inzwischen kenne, wird auch dieses Rätsel jetzt „moderiert“.

Bilderrätsel Nr. 445

Bilderrätsel Nr. 445

Dez 17 2017

Folkeboot-Sturm 1967

Vor 50 Jahren

Dieser kleine Artikel, den Manfred Rakoschek Ende November 1967 für den Schlei-Boten verfasst hat, ist zumindest für mich nicht ganz uninteressant. Immerhin verdanken wir diesem Sturm unser Folkeboot.

Nachdem er nämlich den halben Wald auf Gut Damp plattgemacht hat, konnten wir uns dort Fichtenholz quasi zum Nulltarif rausholen. Aus diesem entstand dann unser erstes „echtes“ Segelboot.

Schlei-Bote - Ende November 1967Äquinoktialsturm

Schlei-Bote – November 1967

Kappeln (mr). Bei dem jüngsten Sturm handelt es sich um einen der Stürme zur Tag- und Nachtgleiche, um einen Äquinoktialsturm. Zu diesen Zeiten treffen nämlich, wie es allgemein in den Übergangsjahreszeiten geschieht, unterschiedlich temperierte Luftmassen an den Grenzen von Hoch- und Tiefdruckgebieten zusammen. Auch in diesen Tagen haben wir eine „gespannte“ Wetterlage dieser Art: zwischen einem ausgeprägten Azorenhoch und einem kräftigen Sturmtief ziehen in rascher Folge abwechselnd warme Luftmassen und Kaltfronten über uns hinweg. Durch die ausgeprägten Luftdruckgegensätze entstehen dann hohe Windgeschwindigkeiten.

Dez 16 2017

TV-Tipp

Hier schnell ein kleiner Fernsehtipp für heute Abend bzw. heute Nacht. Viele von euch, die damals schon auf der Welt waren und deren Eltern einen Fernseher hatten, werden in den 50er- und 60er-Jahren diese Sendung jeden Sonnabend gesehen haben:

Die Aktuelle Schaubude

Die erste wurde am 7. Dezember 1957 live ausgestrahlt.

Zum 60-jährigen Jubiläum gibt es heute im NDR-Fernsehen eine Schaubuden-Kultnacht mit Dokumentationen und der Wiederholung von einigen alten Sendungen.

Folgender Programmablauf ist geplant:

22:15   Aktuelle Schaubude – 60 Jahre Kult
23:45   Die Aktuelle Schaubude – 3. Ausgabe (21.12.1957)
00:20   Die Aktuelle Schaubude (1963)
01:00   Die Aktuelle Schaubude (30.09.1967)
01:35   Die Aktuelle Schaubude (1989)
02:10   Die Aktuelle Schaubude (2000)
02:55   Die Schaubuden-Story (1997)
04:40   Schaubude – letzte Ausgabe (Dezember 2011)

Dez 16 2017

Kappeln – Advent 1967

Vor 50 Jahren

Da die nachfolgenden Fotos in diesen Tagen genau fünfzig Jahre alt sind, möchte ich sie gern noch einmal zusammenhängend präsentieren, auch wenn einige hier schon (ausschnittweise) zu sehen waren.

Es handelt sich um vier Aufnahmen aus einem Fotoalbum von Reinhard Richter, die im Rahmen der Foto-AG der Realschule 1967 entstanden sind.

Kappeln 1967 - Foto-AG der Realschule

Schmiedestraße (Foto-AG der Realschule 1967)

Mühlenstraße (Foto-AG der Realschule 1967)Rathausmarkt (Foto-AG der Realschule 1967)Tankstelle Lausen (Foto-AG der Realschule 1967)

Dez 15 2017

Rauhreif 1967

Vor 50 Jahren

Hier ein weiterer Beitrag von Manfred Rakoschek für den Schlei-Boten vor fünfzig Jahren.

Schlei-Bote - Anfang November 1967

Tau und Reif

Kleine naturkundliche Plauderei im Herbst

(Artikel von Manfred Rakoschek – abgedruckt im Schlei-Boten im November 1967)

Kappeln (mr). Wenn in den Herbsttagen die erste polare Kaltluft in unsere Gebiete eindringt, so ist sie meist stark feuchtigkeitsgesättigt. Wenn sie dann nahezu oder ganz zur Ruhe gekommen ist, wie wir es in diesen Tagen erlebt haben, dann kommt es oft vor, daß kaum oder keine Wolkenbildung auftritt. An den Abenden und in den Nächten taut es dann: auf allen unter freiem Himmel befindlichen Gegenständen bilden sich feinste Wassertröpfchen. Diese können manchmal beachtliche Größe annehmen.

Manchmal taut es nicht nur am Boden, auch in größerer Höhe bilden sich dann Wassertröpfchen: Nebel entsteht. Der Tau, der Nebel und die Wolken (außer Zirruswolken, die aus Eiskristallen bestehen) haben dieselbe Entstehungsursache: nahezu oder ganz feuchtigkeitsgesättigte Luft kühlt sich so weit ab, daß die relative Luftfeuchtigkeit von 100 Prozent überschritten wird. Wenn dieser sogenannte Taupunkt erreicht ist, bilden sich feinste Wassertröpfchen, weil die Luft keinen Wasserdampf mehr aufnehmen kann. Wird die Luft in diesem Zustand unter den Gefrierpunkt abgekühlt, so entstehen entweder in sehr großer Höhe (bis 11 km) und sehr tiefer Temperatur (um -40 Grad) Zirruswolken (Eisnadeln) oder in geringerer Höhe (um 2 km) bei Temperaturen um -3 Grad C Schneekristalle (wenn sie schmelzen und wieder gefrieren), Hagelkörner oder in Bodennähe, wenn die Tautröpfchen gefrieren, Reif.

Das rechte der beiden Bilder zeigt bereifte Brombeerblätter, Bild links bereiftes Gras, dessen gefrorene Wassertropfen an den Blattspitzen schon von den ersten Strahlen der Morgensonne geschmolzen worden sind.
                                                                                                           Fotos: Manfred Rakoschek

Dez 12 2017

Essbare Pilze 1967

Vor 50 Jahren

Bei meinen Jahresabschlussarbeiten bin ich auf ein paar alte Beiträge von Manfred Rakoschek aus dem Jahr 1967 gestoßen, die ich euch hier in diesem Jahr gern noch anbieten möchte.

Beginnen wir mit einem Artikel über das Pilze sammeln, den der Schlei-Bote am 2. Oktober 1967 abdruckte. Totz des Signums (sb) stammen nicht nur die Fotos, sondern der gesamte Artikel von Mani.

Auch wenn die Pilzsaison vorüber ist – in diesem Fall können fünfzig Jahre alte Erkenntnise auch in Zukunft noch hilfreich sein.

Schlei-Bote vom 2. Oktober 1967

Pilze, die man essen kann

(Artikel von Manfred Rakoschek – aus dem Schlei-Boten vom 2. Oktober 1967)

Kappeln (sb). Die Pilzsammler haben jetzt ihre hohe Zeit. Vornehmlich in den Buchenwäldern sind jetzt viele eßbare Pilze zu finden. Wer sich auskennt, dem erschließt sich jetzt eine ganze FülIe dieser schmackhaften Geschenke der Natur. Unsere Bilder, die uns Manfred Rakoschek zur Verfügung stellte, zeigen ein paar eßbare Pilze. Wir betrachten sie im folgenden von links nach rechts:

Das Stockschwämmchen, ein hellbrauner, büschelig oder auf morschen Buchenstämmen wachsender Pilz, riecht schwach holzartig und schmeckt mild. Obwohl der Pilz recht klein ist, reicht manchmal schon ein einziger Rasen für ein wohlschmeckendes Gericht; denn stellenweise kann man bis zu hundert einzelner Hütchen beisammenfinden, in Ausnahmefällen noch mehr.

Daneben der lilagrüne Täubling. Der glatte oder strahlig geaderte Hut erreicht bis zu 12 Zentimetern Durchmesser, seine Farbskala reicht von blaßlila über violett und grünviolett bis zu dunkelgrün. Der Stiel Ist weiß, seltener weißlich-lila. Die jungen Hütchen sind halbkugelig, das Fleisch kernig, der Geschmack mußartig. Er kann mit dem ebenfalls eßbaren, aber kleineren Taubentäubling verwechselt werden.

Auf dem dritten Bild sehen wir ein ausgewachsenes, fast 15 Zentimeter hohes kugeliges Exemplar der Rotkappe, auch Rothäuptchen oder Rotkäppchen genannt. Charakteristisch ist der rotbraune oder auch orange-rotbraune bis gelbbraune Hut und der gedrungene weiße Stiel, der graue bis braunschwarze Poren haben kann.

Daneben der Pfeffer-Milchling, auch weißer Kuhpilz oder Bitterling genannt, der oft groß und dick wird und bis zu 20 Zentimetern Hutdurchmesser erreicht. Manchmal tritt er in großen Gruppen auf. Er ist unschädlich, aber nur zu genießen, wenn er mit Butter, Speck und Zwiebeln gebraten wird, sonst schmeckt er sehr bitter. Dies bewirkt ein Piperon genanntes Harz, das Bestandteil seiner Milch ist.

Wer mehr von Pilzen wissen möchte, sollte in unseren heimischen Buchhandlungen einen der schönen farbigen Pilzführer erwerben.

Ältere Beiträge «