«

»

Jan 26 2013

Kappuzzle 59 – Café Matthiesen

Kappeln, den 13.7.32

Liebe Grete!
Heute plagte mich die Langeweile und so habe ich eine kleine Tour gemacht und sitze nun hier zum question Das Wetter ist ja einfach herrlich. Heute abend haben wir in Arnis Italienische Nacht, da wird es wieder ein Leben geben…
Viele herzliche Grüße

Deine Irmgard
Einen lieben Gruß erlaubt auch Hr. Hansen.

Wo mag Irmgard wohl mit Herrn Hansen gesessen haben?

Café Matthiesen

Kappuzzle 59

Irmgard sitzt hier zum „konditern“. Laut Duden bedeutet dieses Wort einerseits „Konditorwaren herstellen“, andererseits aber auch „ein Café, eine Konditorei besuchen“ – und geanau das hat Irmgard getan. Zusammen mit Herrn Hansen besuchte sie „Matthiesen’s Café – Einziges am Platze“, wie es auf der Karte zu lesen ist.

Zu unserer Zeit hieß das Café Matthiesen in der Mühlenstraße 60 im allgemeinen Sprachgebrauch nach seinem Besitzer einfach Café Klatt und war bei uns Kindern und Jugendlichen besonders wegen des leckeren Eises beliebt, das dort für 10 Pfennig die Kugel erstanden werden konnte.

1901 hatte der Bäckermeister Wilhelm Matthiesen die Bäckerei aus der Konkursmasse von Bäcker Lammers gekauft und in den zwanziger Jahren zum Café ausgebaut. 1938 wurde das Geschäft von seinem Sohn Heinrich Matthiesen übernommen, der nicht aus dem zweiten Weltkrieg zurückkehrte. Zunächst führte seine Witwe, Grete Matthiesen, das Geschäft allein weiter. Dann heiratete sie 1948 den Schlachter Hubert Klatt, der sich zum Bäcker umschulen ließ und 1950 nach bestandener Meisterprüfung die Bäckerei mit dem Café übernahm.

Er baute die Caféräume weiter aus, ließ das alte Backhaus abbrechen und errichtete eine neue Backstube und im Neubau des alten Backhauses Wohnungen. Da von den Kindern der Familie keiner die Bäckerei und das Café übernehmen wollte, verkaufte Klatt das Geschäft 1979 an Bäckermeister Hans-Erich Wannagat.

Heute befindet sich in dem Gebäude das Hotel „Zur Mühle“.

Café Mathiessen - Anzeige von 1955

Café Mathiessen - Anzeige von 1957

Kappeln - vorne links: Café Matthiesen (1969)Café Mathiessen - Anzeige von 1983

Kappeln - Hotel „Zur Mühle“ - Foto: Ulli Erichsen (2012)Kappeln - Hotel „Zur Mühle“ - Foto: Dirk H. Rahn (2012)

 

Wirklich erkennen konnte man das Lokal auf dem Foto natürlich nicht, obwohl mit dem 6. Puzzleteil immerhin der Schriftzug „Café“ am Fenster zu lesen war. Aber wenigstens erraten konnte man die Lösung, was dann immerhin Wolfgang Jensen, Heino Küster, Ulli Erichsen, Michaela Bielke, Almut Langenfeld, Ingwer Hansen, Runa Borkenstein und Hartmut Stäcker gelungen ist.

79 Kommentare

Zum Kommentar-Formular springen

  1. Runa Borkenstein

    Ach Irmgard,
    wo magst Du Dir nur die Langeweile vertrieben haben?
    Ich stelle mir vor, Du warst „zum Konditern im Cafe Klatt“.
    Geborgen in den herrlichen Düften und dem schummerigen Licht
    hast Du vielleicht bei einer süßen Schokolade schon ein wenig
    von der Italienischen Nacht geträumt.
    Für solch ein Event würde ich auch nach Arnis fahren,
    in einem echten Sommer, wie er damals immer war…
    Vielleicht sogar mit der SZReisegruppe.

    Sommersehnsuchtsgrüße
    sendet Dir
    und Herrn Hansen natürlich
    aus der Zukunft
    Runa

  2. Ingwer Hansen

    Der letzte Versuch vor der Auflösung: Cafe Matthiessen

  3. Almut Langenfeld, geb. Weiland

    ..Kaffeetrinken bei Café Klatt

  4. Maren Sievers , geb Bonau

    Sommer ? Eiscafe?

  5. Michaela Bielke

    Kaffee Klatt

    1. Michaela Bielke

      Cafe Klatt

  6. Sabine Brunckhorst-Klein

    Café Tange?

  7. Sabine Brunckhorst-Klein

    so viele Lokale sind schon genannt.-
    Ist es vielleicht eine Privatadresse? Ich finde, dieses Foto hat auch viel von einem Wohnzimmer

    1. Ulli Erichsen

      In unmittelbarer Nähe sind wir schon öfter tätig gewesen. Ist auch noch nicht solange her.

      1. Sabine Brunckhorst-Klein

        :)

      2. Ingwer Hansen

        Ulli, was haben wir dort gemacht?
        Selbst wenn das Bild vollständig ist, weiß ich nicht um welches Lokal es sich handelt.

        1. Ulli Erichsen

          Kappuzzel geraten.
          Mein Schulweg führte mich als Dothmarker in den 50ern dran vorbei. Aber Klaviermusik gabs nicht mehr. Dafür andere Genüsse.

          1. Michaela Bielke

            Danke!!!

          2. Ingwer Hansen

            Ulli, es sieht so aus dass Dein Hinweis geholfen hat. Danke!

  8. Michaela Bielke

    Gaststätte im Bahnhof

  9. Ulli Erichsen

    Cafe Matthiesen

  10. Ulli Erichsen

    Stadt Tondern

  11. Ulli Erichsen

    Schleswiger Bahnhof

  12. Ingwer Hansen

    Strandhotel

  13. Ingwer Hansen

    Deutsches Haus. Ich weiß aber gar nicht, ob es das zu der Zeit und unter dem Namen gegeben hat.

  14. Ulli Erichsen

    Bahnhofshotel

  15. Ingwer Hansen

    Hotel „Zur Börse“

  16. Michaela Bielke

    Da ich auch absolut keine Ahnung habe ,tippe ich mal aufs Srandhotel.

  17. Ulli Erichsen

    Maasholmer Hof

  18. Ulli Erichsen

    Paulsens Gasthof

  19. Ulli Erichsen

    Schwensen`s Gasthof

  20. Ulli Erichsen

    Hohenzollern

  21. Heino Küster

    Café Klatt (gab es das schon?)

  22. Ulli Erichsen

    Zur Post

  23. Ingwer Hansen

    Ich habe keine Ahnung, kann nur raten: Hohenzollern

  24. Heino Küster

    zum „Tanztee“

  25. Ulli Erichsen

    Schauspielhaus

  26. Holger Petersen

    Italienische Nacht und (pralles?) Leben in Arnis?
    Wie geil ist das denn?
    Wenn Irmgard abends wieder in Arnis sein wollte, könnte sie die kleine Tour in das Ausflugslokal „Zum Hüholz“ geführt haben.
    Ciao

    1. Sabine Brunckhorst-Klein

      Gab es denn zu der Zeit schon das Wassermühlenholz-Lokal?
      Das wäre von Arnis aus auch zu erreichen

      1. Holger Petersen

        Keine Ahnung! Wäre aber bestimmt mindestens die doppelte Entfernung, da man ab dem „Bahnhof Grödersby“ direkt durch das Hüholz wandern oder radeln kann (wie ich schulwegtechnisch noch gut erinnere). Oder war Irmgard bzw. Begleiter etwa motorisiert?

  27. Hartmut Stäcker

    Gasthaus Zur Börse

    1. Hartmut Stäcker

      Oder bereits auf dem Rückweg in der Schleiperle?

      1. Hartmut Stäcker

        Letzter Versuch:
        Etablissement Wassermühlenholz oder Etablissement Hüholz

        1. Hartmut Stäcker

          Oder etwa Mathiesen’s Cafe?

  28. Heino Küster

    Ich denke, der Tanzkaffee ist im Bahnhofs-Hotel, Am Hafen 12, bei Franz Bartz.
    Der Spieltisch im Hintergrund des Klaviers, man sieht nur den viereckigen Fuß, steht heute hier bei mir im Flur (Foto folgt) – ein Erbstück von meiner Großtante Erna (Köster, geb. Küster), die in dem Haus gewohnt hatte.

    1. Heino Küster

      Siehe auch Artikel von Peter Wengel:
      http://www.kappeln-eschmidt.de/seiten/pdf/kappeln-stadtarchiv-2006-09.pdf

    2. Heino Küster

      Aus dem Bericht von Peter Wengel über meinen Großonkel:
      „Heinrich-Köster-Straße: Köster war in den 20er Jahren Angestellter der Ortskrankenkasse in Kappeln. Er betätigte sich in führender Position in der Kappelner Ortsgruppe der SPD und kandidierte auch erfolgreich für den Kreistag. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. 07.1944 wurde Köster festgenommen und im Konzentrationslager Neuengamme bei Hamburg inhaftiert. Köster ist aus Neuengamme nicht zurückgekehrt. Das Lager wurde kurz vor dem Einmarsch der britischen Streitkräfte evakuiert und auf Handelsschiffe in die Lübecker Bucht transportiert. Dort wurden die Schiffe von britischen Flugzeugen versenkt. (siehe MS „Cap Arkona“).“

    3. admin

      Moin Heino,
      wenn ich hier gestern Abend noch mal hier reingeschaut hätte, hätte ich deinen „Tanzkaffee“ von 20:24 Uhr, der sich aus „unerklärlichen Gründen“ ;-) im Filter verheddert hatte, gleich freigeschaltet. Andererseits hätten wir dann wohl auf deine interessanten Ausführungen über das Bahnhofshotel und deine dort involvierte Verwandtschaft verzichten müssen. :-(
      Achim

      1. Heino Küster

        Moin, Achim,
        dann ist es auch nicht unser Spieltisch, aber die gleiche Standfußform.
        Vielleicht ist die Geschichte des Gebäudes „Am Hafen 12“ ja mal ein eigenes Thema wert.

  29. Ulli Erichsen

    Habe in meiner Sammlung eine andere Ansichtskarte dieser Lokalität (Poststempel 13.8.11).

    1. Heino Küster

      Ja, ein Gebäude von 1902, wenn ich richtig liege. Dort wohnte unten links meine Großtante und mein Vater war dort 1956 uniformiert tätig, später dann beim Betrieb des anderen Kreises.

    2. Ulli Erichsen

      Da hab ich mich doch glatt vertan. Verfiltert.

      1. Heino Küster

        …ja, ich war auch auf dem falschen Dampfer, und es ist oft so, dass man sich ‚glatt‘ vertut, besonders, wenn es sich reimt…

  30. Heino Küster

    Tanzkaffee

    1. Ulli Erichsen

      Da musste man wohl sehr eng tanzen.

      1. Heino Küster

        Ja, der Pianist, wenn es ihn gab, hatte wohl nicht zum Tanz aufgespielt :lol:

  31. Heino Küster

    Klabautermann?

    1. Ulli Erichsen

      Den Namen „Klabautermann“ führte das Lokal erst nach 1960. 1932 hieß es „Zur Post“.

      1. Heino Küster

        …und jetzt ist’s wohl für immer zu…dabei gab es dort so gute Hähnchen…

        1. Ulli Erichsen

          ich weiß. Eine zeitlang kamen auch geräucherte von dort. Brachte mein Vater mal mit als Spezialität. Waren in der Tat sehr speziell.

  32. Wolfgang Jensen

    Café Matthiesen

  33. Ulli Erichsen

    Cafe Monopol

  34. Ulli Erichsen

    Angler Hof

    1. Heino Küster

      Kuppeln, nicht Süder… ;-)

      1. admin

        1. Auch in Kappeln gab es einen Angler Hof.
        2. Mit „Kuppeln“ hat das Rätsel trotz der Italienischen Nacht nichts zu tun. :lol:

        1. Heino Küster

          Überredet, Achim! ;-)

    2. Heino Küster

      Aber der Besitzer vom Angler Hof hatte 1973 eine halbe Pacht übernommen…

      1. Heino Küster

        …nein, die Hälfte des Hauses gekauft.

  35. Sabine Brunckhorst-Klein

    „…zum Kaffee und Likörchen Trinken und zum Kuchen Essen mit meinem Freund Herrn Hansen. Niemals errätst Du, wohin es uns getrieben hat …“

    1. Sabine Brunckhorst-Klein

      „… der Pianist macht gerade Pause, liebe Grete, aber Herr Hansen singt mir etwas vom kleinen grünen Kaktus vor. So ist es etwas kurzweiliger…“

      1. Wolfgang Jensen

        Der „Kleine grüne Kaktus“ kam aber erst 3 Jahre später heraus.

        1. Wolfgang Jensen

          Sorry, es waren 2 Jahre!

          1. Sabine Brunckhorst-Klein

            Lieber Wolfgang,
            nun zerstör`mir doch bitte nicht diese Szene in meinem Kopf ;)

      2. Hartmut Stäcker

        Sam, der Pianist, besorgt gerade die Noten von „As Time Goes By“.

        1. Hartmut Stäcker

          …im Schleipavillon

          1. admin

            1917 abgebrannt. :-(

        2. admin

          … und kann hier dann 10 Jahre bis „Casablanca“ üben. ;-)

          1. Hartmut Stäcker

            Gab es zu der Zeit denn noch „Lorenzens Wintergarten“?

  36. Manfred Rakoschek

    in der kappuzzle-kappelle

  37. Ulli Erichsen

    zum Landkrug

  38. Heino Küster

    zum Ratskrug

  39. Heino Küster

    zum „Kieler Hof“

  40. Heino Küster

    …zum „Strandhotel“…

  41. Heino Küster

    …zum „Landkrug“…

Kommentare sind deaktiviert.