«

»

Feb 09 2017

Kappuzzle® 456 – Nordhafen

Konrad Reinhardt hat sich die Mühe gemacht, einige weitere Farbfotos seines Vaters zu scannen,
die hier jetzt in loser Folge erscheinen werden.

Wo enstand 1957/58 diese Aufnahme?

Flensburger Bahnhof | Nordhafen

Kappuzzle® 456

Für das, was es auf diesem Bild alles zu sehen gibt, fielen einige Antworten etwas mager aus, obwohl sie natürlich richtig waren. Auf den Nordhafen tippten Runa Borkenstein, Klaus-Detlef Schnoor, Angelika Rossen-Bürger und Wolfgang Jensen.

Konkreter wurden Michaela Bielke, Wolfgang Dase, Heino Küster, Almut Langenfeld und Harro Mehne, die einen Bezug zur Bahn bzw. zum Flensburger Bahnhof herstellten.

Ansonsten haben wir eine Menge über Kohle gelernt, bzw. über Werkzeuge und Hilfsmittel, die uns das Leben erleichtern, wenn mal wieder harte Winter und schlechte Zeiten kommen.

In unserer Kieler WG haben wir übrigens in den Siebzigern auch noch mit Koks und Briketts geheizt und hatten deshalb natürlich auch einen Kohlenkeller. Eierkohle – in den Fünfzigern bei der Bestellung bei Max Mansen einfach als „Eiform“ bezeichnet – haben wir glaube ich nicht mehr verwendet.

WG-Kohlenkeller - 70er-Jahre

51 Kommentare

Zum Kommentar-Formular springen

  1. Maren Sievers, geb. Bonau

    Speicher Höhe H.B. Lorentzen

  2. Wolfgang Dase

    Das Gerät ist eine Absackwaage. Damit konnte man z.B. Kohlen zentnerweise „portionieren“.

    1. Konrad Reinhardt

      Eine Kurzbeschreibung fand ich auf der Website von Thomas Knapp Historische Baustoffe GmbH:

      Alte Kohlenwaage oder Absackwaage

      Die Materialwanne mit der Öffnung schräg nach oben arretieren, ein 5-Kilo-Gewicht auf die Gewichtsplatte, das Wiegegut (meist Kohlen, aber auch Äpfel oder Kartoffeln) einfüllen bis die Waage in Waage ist, einen passenden Sack über die Öffnung der Materialwanne ziehen, die Arretierung lösen, und »rabumm« haben Sie 50 kg (weil: »Dezimalwaage«) Eierkohlen oder Briketts oder Äpfel oder Kartoffeln im Sack!“

      50 Kilogramm = 100 Pfund = 1 Zentner

      Zum Transport wurden die Kohlen in Zentnersäcke gefüllt, die dann von den Kohlenträgern (Knochenarbeit!!!) zu den Häusern oder in die Häuser getragen wurden. In den 50gern war es normal, dass in den Haushalten mit Kohlen geheizt wurde. Luxusheizungen, wie wir sie heute haben, gab es damals noch nicht.

      1. Wolfgang Jensen

        Mit den Kohlenträgern hat mir meine Mutter völlig unpädagogisch Angst gemacht, dass, wenn ich nicht in der Schule aufpasse, ich einen solchen Beruf ergreifen müsse.

        1. Konrad Reinhardt

          Meine Eltern hatten es mehr mit den Straßenfegern. :mrgreen:

      2. Holger Petersen

        Wenn die Kohleöfen eine ausreichende Betriebstemperatur erreicht hatten, wurden sie bei uns auch gern mit Steinkohlebriketts weiter befeuert. Daher gab es neben dem „Kohlenschütter“ stets auch einen „Brikettträger“ für den Nachschub. Eine der bei uns Kindern weniger beliebten Aufgaben in Kohlenschuppen oder -keller hieß seinerzeit: Briketts stapeln. Denn der Kohlenträger hat seine Säcke mit Briketts natürlich genauso achtlos und damit raumgreifend ausgekippt wie die mit den kleinen Eierkohlen.

        1. Konrad Reinhardt

          Das war auch eine meiner Lieblingsbeschäftigungen. :mrgreen:

        2. admin

          1. Sabine Brunckhorst-Klein

            Eine tolles Video, finde ich.
            Super, ein Start in die neue Woche mit Kinderchor und Gartenzwergen. :)

          2. Eckehard Tebbe

            Genialer Bengel, geniales Video. Und absolut zweideutiges Video. Hat er auch so gemeint.
            Diese Bruchteile von Sekunden, in denen Assoziationen eingestreut wurden, sind schon hinweisend. Die in der Kälte bibbernden Kids werden aus der Küche geschickt, lauschen dann aber an der Tür. Mama schnüffelt am Koks, hat keine Wahl, der Mann geht dann hosenstallzuknöpfend. Knete gab es nach dem Krieg ja kaum, da musste man alternativ für Wärme bezahlen. Und dieses wiederholte Streichen mit dem Finger über die Nase dürfte kaum darauf deuten, dass gerade ein Taschentuch fehlte. Der Mann mit dem Koks läuft wie selbstverständlich durch die Disco, wo man entspannt und dynamisch tanzt. Mama hängt gerade weiße Wäsche auf, während der schwarze Mann durchs Treppenhaus stapft. Das schwarze Gold wandelt sich mal eben zu weißem. Koks wird in der Disco zur Kohle. Bezug zum Geld. Münzen zum Ditschen waren keine da, also nahmen die Nachkriegsjungs Koks. Und der Text … Wärme, Behaglichkeit, Energie … jeder darf sich was drauf reimen … In dem Video gibt es wirklich viel zu entdecken.

          3. admin

            Alle, die das Falco-Video in diesem trauten nostalgischen Kontext etwas unpassend finden, möchte ich darauf hinweisen, dass ich dieses Lied schon als Kind kannte, da es sich in seiner ursprünglichen Form um einen Gassenhauer aus dem 19. Jahrhundert handelt.

          4. Sabine Brunckhorst-Klein

            Ich bin überhaupt nicht auf die Idee gekommen, dass die Verbindung zwischen Kappelner Geschichte und Falco-Musik hier irritieren könnte. Der Song ist für mich einfach nur gut, das Video fantasiereich und die Grätsche im Kopf zwischen „Kohle“ und „Koks“ auch nicht verwerflich.
            Damit entwerten wir doch auch keine Erinnerung, oder ???

          5. Runa Borkenstein

            Ich hab nur gedacht „Ich geh kaputt, das is ja Falco“
            (Achtung: Zitat aus der Zeit)
            Und dazu gelernt hab ich den Bezug zur Kohle.
            Falco – grellend weiß – Kok(o)s(pulver) waren eher die Sinn-Einheit.
            Weiter kam ich nie,
            da dieser monotone hämmernde Rhythmus
            im Echo …kaputtkaputtkaputt…hängen blieb :)

          6. Eckehard Tebbe

            Achim, ich finde das Video hier überhaupt nicht unpassend sondern eher spannend. Ein Stück Fantasie anregender Freiraum für sowas darf ruhig immer sein. Finde ich jedenfalls. Wer Falcos Laufbahn verfolgt hat, muss sich über sowas auch gar nicht wundern. Dass da im Hintergrund ein Gassenhauer aus dem 19. Jahrhundert stand, wusste ich auch gar nicht. Es wird also keineswegs die Freude über das tolle Foto von Konrad geschmälert. Ein wirklich gelungener historischer Schnappschuss. Ich ärgere mich immer über mich selbst, dass ich als Kind und Jugendlicher fast gar nicht fotografiert habe. Heute laufe ich dafür umso öfter mit der Kamera durchs Gelände.

          7. Konrad Reinhardt

            Bin zwar kein Musik-Fan, aber ich finde, jede Menge Vielfalt ist gut.

          8. Wolfgang Jensen

            Ich möchte zum Video nur 1 Wort sagen: Super, genial, toll! ;)

  3. Wolfgang Jensen

    Ist das eine „Hunte für Kohle“ oder „Kohlenhunt“ ?

    1. Konrad Reinhardt

      Als Hunt oder Hund wird in der Bergmannssprache ein offener, kastenförmiger Förderwagen bezeichnet.

      Dieses Gerät kann aber viel mehr !

  4. Maren Sievers, geb. Bonau

    Das Gerät heißt „Kohlenschütter“

    1. Konrad Reinhardt

      Kohlenschütter waren besonders geformte Eimer, die man in den Häusern benutzte, um Kohlen aus dem Keller zu holen und sie dann in die Öfen zu schütten.

      1. Sabine Brunckhorst-Klein

        dann sind wir auf dem Kohlenhof?

        1. Konrad Reinhardt

          Dahin fuhr aber kein Güterzug.

  5. Konrad Reinhardt

    Zusatzaufgabe:
    Links von den Pferden ist ein Gerät zu erkennen.
    Wie nennt man ein solches Gerät?
    Wie wurde mit so einem Gerät gearbeitet?

    1. Heino Küster

      Mit der Schütte wurde Kohlensäcke gefüllt…

      1. Konrad Reinhardt

        Dieses Gerät hatte noch eine andere Eigenschaft beim Füllen der Säcke.

        1. Heino Küster

          Wiegen? Verschnüren?

          1. Runa Borkenstein

            Anzünden!

  6. Almut Langenfeld, geb.Weiland

    Flensburger Bahnhof

  7. Dr.Wolfgang Mehne

    Kappelner Hafen,Anlieferung von Kohle in Eisenbahnwaggons.

  8. Katr!n Wummel

    Eckernförder Kreisbahn Ellenberg

  9. Heino Küster

    Am Bahnhof, beim Lokschuppen.

  10. Wolfgang Dase

    Endstation Eckernförder Kreisbahn im heutigen Nordhafen

  11. Wolfgang Jensen

    Nordhafen

  12. Wolfgang Jensen

    Ziegelei Ancker

  13. Wolfgang Jensen

    Nestlé

  14. Hans-Werner Panthel

    Kohlenhof Mansen

    1. Hans-Werner Panthel

      war mal `n Versuch, zieh ich zurück.

  15. Katr!n Wummel

    Bahnhof der Schleswiger Kreisbahn

  16. Rossen-Bürger, Angelika

    Am Nordhafen?

  17. Klaus-Detlef Schnoor

    Bei der Getreide AG am Hafen

  18. Runa Borkenstein

    Getreide AG im Nordhafen

  19. Wolfgang Jensen

    Concordiabrücke

  20. Heino Küster

    Isaak, Arnisser Straße

  21. Michaela Bielke

    Flensburger Bahnhof

  22. Wolfgang Jensen

    Waage bei Schwensens Gasthof, Schmiedestraße

  23. Runa Borkenstein

    Sandbek

    1. Runa Borkenstein

      Wie schön, hier wieder durch Kappeln zu wandern …

      1. Rossen-Bürger, Angelika

        Das finde ich auch… ;)

        1. Katr!n Wummel

          Und was genau ist so schön an Kappeln? ;-)

  24. Claus Poppenhusen

    Schleibrücke Kappeln

  25. Katr!n Wummel

    Fähre Arnis

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>