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Aug 31 2013

Lesetipp – taz 31. August

Heute erschien in der taz ein Artikel mit dem Titel

Im Meer, nicht im Trüben fischen

3 Kommentare

  1. Rolf Nagel

    Ich finde diesen Artikel einerseits gut geschrieben ; allerdings meine ich deutlich zu erkennen, das hier eine persönliche und redaktionelle Grundhaltung die Basis bildet, in der eine kritische Grundhaltung zu gesellschaftlichen Problemen mit Einzelpersonen und deren Erlebnissen so gemischt wird, das so ein „latentes“ Bild von „Verlorenheit“ sowohl der Region , als auch der Personen gezeichnet wird. – Das ist für mich eine recht beliebige Darstellung, die – wie Runa Borkenstein schon schrieb – , so fast überall in Deutschland in vergleichbaren Kleinstädten in Randlagen festzumachen wäre. – Das hier von vornherein ein trostloses , trauriges Bild gezeichnet werden sollte, stellt sich für mich allein deshalb so dar, das bei einer Befragung anderer Personen auch ein anderes Bild entstanden wäre. Die gibt es sicher auch in Kappeln und Süderbrarup, Gelting usw. …..Das in Kappeln immer schon viel verschlafen wurde und erhebliche Fehler in der Struktur bzw. Neuordnung der Region gemacht wurden, liegt sicherlich an der allgemeinen Unfähigkeit der dortigen politischen Vertretung , Arm in Arm mit einer ebensolchen Verwaltung… Ich unterstelle einfach, das in Kappeln – wie anderswo – die Entscheidungen durch persönliche Seilschaften, persönliche Beziehungen , wirtschaftlich-private Verbindungen der „Geschäftseliten“ vorab bestimmt werden. – Ob nun ausgerechnet die „Grünen“ die Adressaten für positive Veränderungen sein können – wie im vorherigen Kommentar angemerkt – bezweifle ich persönlich sehr. – Die Grünen in der dortigen Region scheinen mir doch sehr sektiererisch angelegt zu sein , in dem von vornherein jede größere Initiative geblockt und verteufelt wird, ohne sich sachlich und konkret vorher „schlau“ zu machen . – Die Grünen wissen offenbar sehr genau und schnell, was sie nicht wollen – in den 70erJahren gab es ja immer die Forderungen , die mit „weg mit“… und „gegen“ begannen. Damals waren es meist Hochschulgruppen der KPD-ML ( Trittin ? ) usw…. – , demgegenüber liest man wenig über konkrete , realtitätsbezogene Vorstellungen. – Kappeln als Museumsdorf würde wahrscheinlich durchgehen ;- – Wenn ich heute durch Kappeln und Umgebung laufe und mit der Situation vor einigen Jahren und Jahrzehnten vergleiche, sehe ich aber auch viele positive geschäftliche Entwicklungen . Seien es Dienstleistungs und Handwerksunternehmen , die zum maritimen Bereich gehören , oder neuerdings im Hotel – und Gaststättenbereich am Hafen. – Ich glaube das Kappeln nur die Chance hat , im Freizeitsektor , dem gehobenen Wohnen für von aussen kommende Menschen; auch und gerade für Ältere … (betreutes Wohnen..) , dem Wellness- Hotelbereich, dem Wassersport usw. eine positive Zukunft zu gestalten. Deswegen sollte man aus meiner Sicht , jede private Investition, die „Gigantomanie“ vermeidet und stattdessen auf kleinräumigere Strukturen setzt unbedingt begrüssen.

  2. Runa Borkenstein

    Vielschichtig, anschaulich, realistisch diese Kleinstadtdarstellung.
    Einerseits. Nicht aber typisch Kappeln.
    Das kann man in Kommunen anderer Strukturen und Größen auch antreffen.
    Deutschland weit – Welt weit.

    Pessimistisch, wenig konstruktiv, …
    Andererseits.

    Wichtige Themen – wir müssen drüber reden –
    und dann gemeinsam Mut zum Handeln entwickeln.
    Die Grünen in Kappeln tun es, haben Ziele.
    Der stellvertretende Bürgermeister hat Hoffnung, andere Ziele.
    Wenn schon mal diese beiden „Parteien“ ohne Machtgedöns,
    den Rücken frei von Lobbyisten, miteinander reden würden,
    Ziel: ein „LEBENDIGES KAPPELN“
    kann der Zug wieder in Fahrt kommen
    und auch die erschöpften Trostlosen an den Haltestellen mitnehmen.

  3. Heino Küster

    Ein sehr guter Artikel. Er berührt. Macht nachdenklich, wehmütig. Aber reale Welt Kappeln. Wie weiter? Ein typischer Dialog: „Wohin?“ – „Weg!“

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