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Jul 18 2011

Schulgebäude 1961/62

Klaus-Harms-Schule

KHS-Jahresbericht 1961/62Schulgebäude und Schulhof

(aus dem Jahresbericht 1961/62 der Klaus-Harms-Schule)

Die bis Ostern 1961 fertiggestellten und neu eingerichteten Räume im Kellergeschoß, die aus alten Klassenräumen umgebaut wurden, konnten mit Beginn des Schuljahres benutzt werden.

KHS-Jahresbericht 1961/62 - LehrkücheDie sehr schöne, helle, in freundlichen Farben gehaltene, geräumige Lehrküche enthält drei Kojen, an denen je vier Schülerinnen arbeiten können; zu jeder Koje gehören ein Elektroherd und Arbeitstische mit Fächern und Schubläden für Arbeitsgerät. Für jeden Arbeitsplatz sind eine eigene Abwäsche mit Spülbecken und Heißwasserboiler vorhanden. Geschirr, Bestecke, Küchengerät und ein Kühlschrank stehen zur Verfügung. Als sehr praktisch hat sich der in die Zwischenwand eingebaute Geschirrschrank erwiesen, der von beiden Räumen aus benutzt werden kann.

Für den Werkunterricht dienen zwei Arbeitsräume und ein kleinerer Raum für Arbeitsmaterial. An Werkzeug wurde bei der Einrichtung der Werkräume angeschafft: KHS-Jahresbericht 1961/62 - Werkraumein Schrank mit den Grundwerkzeugen für Holzarbeit und ein Schrank mit je zehn Werkzeugsätzen für Holz- und Papparbeiten; der Bestand an Werkzeug müßte noch vervollständigt werden. Außerdem wurden zwei Holzbänke mit je vier Arbeitsplätzen und eine Kupferdruckpresse im Raum 1 aufgestellt. Der Raum 2 ist ausgestattet mit acht festen Arbeitstischen für je zwei Schüler und 25 Hockern. Hier fand auch der vom „Verein der Freunde“ gestiftete Brennofen seinen Platz. Je eine Wand in beiden Räumen wurde mit Borden und Schränken versehen, die z. T. Glastüren haben, so daß in ihnen auch Werkarbeiten ausgestellt werden können. Im Materialraum wurden die aus früheren Jahren noch vorhandenen Buchbindergeräte (Pappscheren, Beschneidemaschinen und Pressen) und die neu angeschafften Preßbretter untergebracht.

Die Werkräume wurden regelmäßig für den Werkunterricht der Quarten und Untertertien benutzt; die Arbeitsplätze an den Hobelbänken reichen allerdings nicht für alle Schüler aus. Im Laufe des Schuljahres haben die Schüler nahezu aller Klassen während des Kunstunterrichtes in den Werkräumen gearbeitet, wenn für die Arbeit Werkzeuge benötigt oder Druckgraphiken hergestellt wurden.

Die neue Dunkelkammer, die neben dem Photolabor mit drei zweckmäßigen Arbeitstischen, einem Wandschrank, Wasserleitung, elektrischen Anschlüssen und einem Ventilator eingerichtet wurde, kann nun auch benutzt werden.

Nach den großen Ferien waren auch die Umkleideräume, die an die Turnhalle angebaut wurden, fertiggestellt. Es stehen nun zwei größere Räume zum Umkleiden, ein moderner Dusch- und Waschraum mit 12 Waschbecken und 5 Duschanlagen sowie ein Raum für die Lehrkräfte zur Verfügung. Mit dem Turnhallenanbau konnte einem lange Jahre andauerndem Bedürfnis entsprochen werden.

Schließlich konnte auch dem seit dem Bestehen der Schule währenden Notstand abgeholfen werden, daß sich nach stärkeren Regenfällen auf dem Schulhofe Pfützen bildeten, die es unmöglich machten, den Platz in diesem Zustande zu begehen. Der Schulhof erhielt eine staubfreie Teerdecke, die das bei stärkerem Regen sich bildende Wasser sammelt und in vier Gullys ableitet. In die Teerdecke sind Löcher eingelassen, in die Ständer für Ballspiele gesteckt werden können. Der zwischen der Westseite der Schule und der Kastanienallee gelegene Raum ist in die Teerdecke nicht einbezogen worden, so daß hier weiterhin Kugelstoßen und Weit- und Hochsprung geübt werden können.

Es kann somit anerkannt werden, daß mit dem Neu- und Erweiterungsbau einige große und moderne Unterrichts- und Arbeitsräume geschaffen wurden, daß diese mit neuzeitlichen Einrichtungen und Geräten verschiedenster Art ausgestattet wurden und – soweit die Verhältnisse es zuließen – unsere Schule ein modernes Aussehen erhalten hat. Eine dringende Aufgabe, die recht bald in Angriff genommen werden sollte, wäre der längst fällige Umbau und die Neueinrichtung der Aula, besonders der Einbau eines neuen Gestühls, zumal die Aula mangels anderer geeigneter Räume am Orte auch außerschulischen kulturellen Veranstaltungen, z. B. der Universitätsgesellschaft und der Volkshochschule, dient. Die Aula als Versammlungsraum bei schulischen festlichen Anlässen und für kulturelle Veranstaltungen bietet in ihrem jetzigen Zustand ein wenig würdiges Bild.


… und hier wird weiter renoviert …