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Okt 12 2015

Klassenfahrt nach Kappeln – 1963 (4)

Kappeln an der Schlei 1963

Gymnasium für Jungen Blankenese – Klasse 7a

Wirtschaft

Klassenfahrt nach Kappeln 1963Abseits der großen Durchgangsstraßen, im Schnittpunkt von den drei Landkreisen Schleswig, Flensburg und Eckernförde gelegen, kann die Stadt Kappeln auf eine wirtschaftliche Entwicklung in der Nachkriegszeit zurückblicken, die im Lande Schleswig-Holstein nur wenige Beispiele hat, Nach dem letzten Weltkriege ist diese Stadt zum Mittelpunkt eines organisch gewachsenen Wirtschaftsraumes geworden, der sich unabhängig von dem Verlauf der Kreisgrenzen über ein weites ländliches Gebiet erstreckt. Früher bestimmte fast ausschließlich die geographische Lage der Stadt ihre wirtschaftliche Entwicklung, die mit der Ansiedlung landschaftsgebundener Handels-, Handwerks- und Industriebetriebe einsetzte. Die Schlei als Wasserweg zur Ostsee führte zur Stationierung einer starken Fischkutterflotte in der Schleistadt mit der Ansiedlung zahlreicher Fischräuchereien, darüber hinaus wurde Kappeln durch seine zentrale Zage für die Landschaften Angeln und Schwansen zu einem bedeutenden Umschlagsplatz für landwirtschaftliche Erzeugnisse.

Eine völlig neue wirtschaftliche Entwicklung setzte nach dem zweiten Weltkriege ein. Sie ist durch die Ansiedlung nichtlandschaftlich gebundener Industriebetriebe gekennzeichnet. Sie wurde bestimmt durch den mit dem Flüchtlingsstrom in Kappeln und Umgebung entstandenen Überhang an Arbeitskräften. So schreibt Herbert Grunwald in den Monatsheften für Heimat und Volkstum Okt. 1962, S. 260.

Es folgen nun Berichte über die großen Betriebe und anschließend über Handwerk und Einzelgeschäftsleben.

Nestle-Fabrik Kappeln

In Kappeln steht eine der vier deutschen Nestle-Fabriken. Sie wurde 1928 gegründet. Sie beschäftigt 700 Leute, wovon 45 % Männer sind. Es wird Tag und Nacht in drei Schichten gearbeitet. In einem Jahr werden etwa 65.000.000 kg Milch verarbeitet, das wären also am Tag je nach der Jahreszeit 90.000 bis 300.000 kg Milch. Diese viele Milch ergibt am Tage ca. 1.000.000 Konservendosen. Ungefähr 15.000 Kühe liefern den Kappelner Nestle-Werken die Milch. Sie kommt aus einem Umkreis von 90 km heran. Zum Transport zum Werk werden modernste Milchfahrzeuge benutzt.

Das Nestle-Werk in Kappeln ist das größte milchverarbeitende Nestle-Werk in Westeuropa.
Es werden vierzehn Milchprodukte hergestellt; dazu gehören unter anderem: ungezuckerte Kondensmilch mit 7,5 % Fett und mit 10 % Fett (Kaffeesahne), Säuglingsnährmittel Pelargon, Eledon und andere; reines Vollmilchpulver für den Hausgebrauch, fettarmes Milchpulver für Säuglinge, Molico (stärkendes Milo-Tonikum) und in geringem Maße Nescaffee (Pulverkaffee). Die Nestle-Säuglings- und Kindernahrung wurde schon vor hundert Jahren vom Gründer der Firma Heinrich Nestle hergestellt.

Das Nestle-Werk in Kappeln verbraucht so viel Strom und Wasser wie eine 30.000-köpfige Stadt. In der Stunde werden 400.000 l Wasser aus eigenem Tiefbrunnen verbraucht.

In der Kappelner Fabrik, die eine der 200 westlichen Nestle-Werke ist, wird außerdem noch der Tee „Nestea“ abgefüllt, aber nicht hergestellt.

Die nötigen Konservendosen werden im Werk in zwei werkseigenen Dosenfabriken gefertigt.

Das Werk hat einen eigenen, abseits gelegenen Hafen. Täglich werden etwa zwei bis drei Schiffsladungen Dosen mit der Eisenbahn, per Lastwagen und mit Schiffen ausgeführt.

Das Nestle-Werk in Kappeln besitzt sechs vollautomatische Milchabfüllanlagen und eine moderne, ebenfalls vollautomatische Nescaffee-Abfüllanlage.

Zur Zeit werden den Nestle-Milchkonservendosen im Werk Kappeln rundliche Reklamezettel beigelegt, auf denen für Nestle-Babykost geworben wird.

Die Getreide AG

In der Umgebung Kappelns stehen riesige Getreidefelder. Es wird vorwiegend Weizen angebaut. Dieses viele Korn verkaufen die Bauern größtenteils an die Getreide AG, die in Kappeln einen Getreidesilo besitzt, der riesige Ausmaße hat. Vor dem Silo befinden sich mehrere Löcher im Betonboden, die etwa 15 x 15 cm groß sind. Durch diese Löcher wird das Korn in den Silo transportiert. Dieses geschieht durch Förderketten. Der Silo hat eine Kapazität von 6000 t. 5000 t werden in Zellen gelagert. 1000 t auf dem Boden. In sämtlichen Räumen könnten 9000 t untergebracht werden.

Die Getreide AG besitzt zwei Lastwagen, vier Unimogs und einen Traktor.

60 bis 70 Angestellte haben im Silo Arbeit gefunden.

Der über 40 m hohe Silo hat sogar eine eigene Sauganlage zum Ent- und Beladen der Schiffe.

Im werkeigenen Labor werden Getreideproben vor dem Einbunkern geschrotet und auf Wassergehalt sowie Qualität geprüft. Ist der Test gut ausgefallen, wird das Korn in den Silo befördert. Dort wird es bei Auslandslieferungen durch 24-stündige Gaseinwirkung von Getreideschädlingen befreit. Dann wird das Getreide mit Hilfe eines Ölofens getrocknet. Viele Schüttelsiebe und dergleichen säubern es von Stroh und Schmutz. Nun erst kommt es in den eigentlichen Silo.

Der Raps kommt hauptsächlich zu den Ölraffinerien in Hamburg-Harburg. Dort wird er zu Öl, Margarine und anderen Fetten verarbeitet . Korn wird auch viel an die Firma P. Kruse in Hamburg-Wilhelmsburg verkauft. Das Getreide wird sogar nach Schweden und Dänemark ausgeführt.

Die Getreide AG besteht seit 1952, der Silo seit 1956. In Kiel, Eckernförde und Holzdorf existieren Zweigfirmen der Kappelner Hauptfirma.

Müller-Wipperfürth

In der Nähe des Güterbahnhofs Kappeln stehen parallel zur Schlei zwei längliche Gebäude. Das zum Wasser gewandte ist zweistöckig, 80 m lang und 20 m breit, das andere hat die gleichen Ausmaße, nur ist es einstöckig. In diesen Gebäuden befindet sich die Herrenoberbekleidungsfirma Müller-Wipperfürth.

Diese Firma ist allerdings nur eine Zweigstelle. Die Mutterfirma befindet sich in Wipperfürth, einer kleinen Stadt in der Nähe von Remscheid. Von dort aus bekommt die Tochterfirma Müller-Wipperfürth in Kappeln, die im Jahre 1961 von einem Damenoberbekleidungshersteller erworben wurde, fertig zugeschnittene Teile, die hier in Kappeln zu Anzügen und Mänteln fertiggeschneidert werden, und dann nach Wipperfürth zurückgeschickt werden.

Der Transport geschieht mit eigenen Fernlastzügen, so daß die Firma von anderen Verkehrsmitteln völlig unabhängig ist. Von den 450 Beschäftigten sind 15 % männliche. Die Firma stellt etwa 1000 Teile am Tag her, bei etwa 300 Maschinen. Es werden 5 Tage in der Woche gearbeitet.

Weitere Betriebe

Am Westrande von Kappeln stehen einige Baracken. In ihnen ist die Angela-Nähmaschinenfabrik untergebracht. Dort werden ungefähr 4000 Nähmaschinen im Jahr hergestellt. Etwa 80 Leute sind in der Firma angestellt. Seit dem 1. August 1962 wird eine neue Nähmaschine gebaut.

Die elektrische Mühle in Mehlby verarbeitet hauptsächlich Getreide zu Schweinefutter, Hühnerfutter usw. Dieses wird an Mäster verkauft. Aber auch zu Mehl wird es verarbeitet. Die Mühle hat fünf Arbeitskräfte und bezieht das Getreide aus 15 km im Umkreis.

Die Mühle in Kappeln ist es etwas größer als die in Mehlby. Sie hat 6 Angestellte und wird hauptsächlich als Sägemühle benutzt. Aber auch Getreide wird hier zu Mehl und Tierfutter verarbeitet.

Die Druckerei in Kappeln druckt Bücher, Kalender und Formulare für sämtliche Firmen und Kaufhäuser. Sie ist privat 1864 am 13. Mai gegründet worden, ist jetzt jedoch G.m.b.H. Hier wird auch Farbdruck vorgenommen. Der Leiter der Druckerei ist Georg Wingold, Kappeln, Ludwig-Hinrichstr. 10.

Die Druckerei des Schleiboten befindet sich in Rendsburg, in Kappeln ist nur die Redaktion des Schleiboten. Die Druckerei in Rendsburg ist Ausgangsfirma für zwei weitere Nebenfirmen: Die Germania Druckerei in Kiel und den schon genannten Schleiboten in Kappeln.

In Kappeln gibt es auch eine Ziegelei. Sie wurde ca. vor 100 Jahren gegründet. Auf einem Fabrikgelände von 5 ha werden im Jahr ungefähr 2 Millionen rote und gelbe Vorsatzsteine besonderer Güte hergestellt. Die Steine nennen sich im Spezialbetrieb Handstrichsteine. Zur Produktion ist gutes Wetter erforderlich. In der Saison werden 40 Mann beschäftigt. 15 Arbeiter sind fest angestellt . Die Lieferung erfolgt bis Hamburg und noch weiter.

Fischräucherei Friedrich Föh

In einem Jahre werden geräuchert:

50.000 kg Heringe
50.000 kg Aale
50.000 kg Seefische
30.000 kg Sprotten

Die Fische werden von der Maasholmer Fischereigenossenschaft bezogen, die Aale kommen aus der Flensburger Förde und Dänemark, die Heringe aus der Schlei. Räuchersaison ist von Oktober bis Januar . Dann hat die Firma 15 Männer und Frauen beschäftigt. Die Räucherfische werden in das ganze Bundesgebiet verschickt. Der Umsatz ist gegenüber früher auf den zehnten Teil heruntergegangen, weil heute nicht mehr in die deutschen Ostgebiete geliefert werden kann.

Bei Aalen werden die Eingeweide herausgenommen und der entstandene Schlitz wieder zugenäht. In einer sehr starken Flamme werden sie gar gemacht, wobei der Schlitz wieder aufgehen muß. Die anderen Fische werden nicht ausgenommen. Mit kleiner Flamme werden sie in ca. einer Stunde gar gemacht mit Buchenholz. Dann bedeckt man das Feuer mit Erlenspänen, die mit ihrem starken Rauch die Fische ca. 90 Minuten räuchern.

Töpferei Mehlby

Die Töpferei beschäftigt 2 Malerinnen, einen Gesellen und drei Lehrlinge. Der Ton wird in verschiedenen Farben aus dem Westerwald bezogen.

Geformt wird ein Topf, indem man einen Tonkloß auf die sich drehende Scheibe klatscht und dann die Hände um den sich drehenden Tonklumpen hält, so daß er rund wird. Nun drückt man den Daumen in die Mitte des Klumpens, dann wachsen die Wände langsam hoch. Jetzt zieht man mit einem feinen Faden den Topf von der Scheibe los und hebt ihn ab. Dann wird der Henkel angeklebt, der Topf von innen glasiert und von außen mit Ornamenten versehen. Schließlich wird er noch von außen glasiert und gemalt und im Brennofen gebrannt.

Fischfabrik Ellenberg

Täglich werden 100 Zentner Fische verarbeitet und in 35000 Dosen verpackt. Die Fische kommen aus Holland, Dänemark, Flensburg, Eckernförde und Kiel. Sie werden meist mit Autos, manchmal auch mit Schiffen nach Kappeln gebracht. Als geräucherte Sprotten in Öl, als nicht geräucherte Heringe in Tomatensauce oder Öl gehen sie an die Edeka oder nach Australien und Neuseeland.

Die Bootswerft Henningsen und Steckmest wurde im Jahre 1815 gegründet. Es werden dort 10 Arbeiter beschäftigt. Schiffe bis zu 20 m Länge werden dort gebaut. Im Wiinter können 20 Schiffe im Schuppen oder auf dem Gelände gelagert werden. Jährlich verlassen 5 Schiffe die Werft.

Handwerk

Zwei Handwerker sind Obermeister ihrer Innungen im Kreis Schleswig: Tischlermeister Thomsen und Schlachtermeister Jessen. Thomsens Vater gründete im Jahre 1909 seinen Möbelhandel, eine Bautischlerei und ein Beerdigungsunternehmen. Mit 10 Angestellten bedient er 8 Großmaschinen und 15 bis 20 Handmaschinen.

Schlachtermeister Jessen hat zehn Angestellte. Sein Betrieb wurde im Jahre 1762 gegründet. Es werden in der Woche 15 bis 20 Schweine, 5 Rinder und 3 Kälber geschlachtet. Außerdem besitzt Herr Jessen noch eine Filiale.

Die Goldschmiede Schemel ist die einzige zwischen Flensburg und Kiel. Sie besteht seit 1960 und stellt vor allem Schmuck her, seltener Bestecke. Gold und Silber werden mit Gas im Tiegel geschmolzen, Draht wird durch ein Zieheisen, in dem verschiedene große Löcher eingestanzt sind, gepreßt, gewalzt und dann gelötet.

In der Schmiede Halmschlag werden Ersatzteile für Trecker geliefert, daneben auch Pferdeeisen, Gitter und Kunstschmiedeartikel. Der Betrieb lohnt sich nicht mehr recht, weil für Hufeisen kein Bedarf mehr besteht und die Konkurrenz bei Treckerersatzteilen zu groß ist.

Der Wagenbauer Köpke fertigte früher noch Landfahrzeuge an. Heute baut er nur noch Viehwagen, Anhänger und Spezialanfertigungen. Er beschäftigt nur einen Angestellten.

Außer den oben genannten Handwerksarten gibt es auch alle Betriebe, die für eine so lebendige Stadt nötig sind, u. a. 5 Bäckermeister, 5 Friseure, 4 Malermeister, 2 Glasermeister, 3 Sattlermeister, 2 Schneidermeister und je einen Dachdeckermeister, Elektromeister, Klempnermeister, Mechanikermeister, Autoreparateurmeister, Schuhmachermeister, Töpfermeister und Zimmermeister (nach Telefonbuch).

Handel

Die Siemen-Bier- u. Mineralwassergroßhandlung wurde 1926 gegründet. Am meisten wird Bier abgefüllt und verkauft, es folgen Mineralwasser und dann Spirituosen und Wein. Das Bier kommt aus Berlin, die Firma verkauft es weiter an Gastwirte, Einzelhändler und Kunden im Umkreise von 20 km. Der Umsatz richtet sich nach dem Wetter.

Die Schleswig-Holsteinische Landesgenossenschaftsbank wurde im Jahre 1895 in Kiel gegründet. Schon ein Jahr später waren es 76 Mitglieder, sind 500:000 M ausgeliehen und 528.000 M gespart worden. 1950 zählte man schon 778 Mitglieder, wurden 10,8 Mill. gespart und 69 Mill. ausgeliehen. 12 Jahre später gab es 912 Mitglieder, die entsprechenden Zahlen waren 152 Mill. u. 192 Mill.
Die Zentrale der Bank ist bis heute in Kiel geblieben, während weitere Niederlassungen in Hamburg, Bad Segeberg, Flensburg, Heide, Husum, Itzehoe, Kappeln, Lübeck, Rendsburg und Schleswig entstanden. Die Bank ist zwar hauptsächlich für den Bereich Schleswig-Holstein zuständig, beginnt sich aber langsam weiter auszudehnen. Außer den beiden Direktoren gibt es noch einen Aufsichtsrat, der aus 15 Direktoren, Präsidenten und Bauern verschiedener Genossenschaften, anderer Banken und Handelskammern besteht. Die Schleswig-Holsteinische Landesgenossenschaftsbank verleiht ihre Gelder hauptsächlich an

Kreditgenossenschaftenn 62 %
Meiereigenossenschaften 14 %
Waren- u. Betriebsgenossenschaften 8 %
Zentralgenossenschaften 9 %
Andere Genossenschaften 7 %

Der Reingewinn betrug für das Jahr 1962  441.000 DM.

Die Schleswig-Holsteinische Westbank wurde erst 1948 gegründet. Sie hatte schon in ihren Gründungsjahr 1 Mill. Einlagen und 360.000 DM Ausleihungen. Ihr Arbeitsgebiet erstreckt sich über Schleswig-Holstein, Hamburg bis zur Mitte von Niedersachsen.
Die Hauptniederlassung ist in Hamburg-Altona, Zweigniederlassungen gibt es in Harburg, Elmshorn, Itzehoe, Heide, Husum, Flensburg, Schleswig, Kappeln als Schleibank, Rendsburg, Neumünster und Kiel. Ihr Reingewinn betrug 1962 fast 2 Mill. DM.

Außer diesen beiden Banken gibt es in Kappeln noch eine Niederlassung der Kreissparkasse des Kreises Schleswig.

Ergänzend ist noch anzufügen, daß ein großer Teil des wirtschaftlichen Lebens in Kappeln nur durch die Tätigkeit der ansässigen Geldinstitute möglich ist.

Die Lebensmittelgroßhandlung wurde 1902 gegründet. 1936 übernahm sie der jetzige Besitzer. Für den Transport besitzt die Firma 25 Fahrzeuge. Verkauf erfolgt an Gastwirte, Gaststätten, Kioske und auch privat. Die Großhandlung ist zugleich Brennspiritusabfüllstelle nach Flensburg und Schleswig. Sie ist auch Bierverlag mit dem Spruch

Bleibt heimattreu,
Trinkt Eulenbräu !

Einzelhandelsgeschäfte gibt es in großer Anzahl. Sie sind besonders im Lebensmittelhandel bestimmten Einkaufsgesellschaften (Edeka, Spar usw.) angeschlossen, meist aber selbständig. Oft werden sie nur von dem Inhaber und seinen Familienangehörigen betrieben. Im Bekleidungshandel findet man mehr Angestellte. Viele Handwerksmeister verkaufen auch die Artikel ihrer Branche. Es würde zu weit führen, die Anzahl und Arten der Einzelhandelsgeschäfte anzuführen.

Das Bild der Kappelner Wirtschaft wäre nicht vollständig, wenn man die Wirtschaften und Hotels, die dem Fremden den Aufenthalt möglichst angenehm und schön machen sollen, vergäße. Zu nennen sind hier besonders:

Der Alte Ratskrug mit 9 Betten, das Deutsche Haus mit 12 Betten, Gast- und Logierhaus Hartmann mit 7 Betten, der Maasholmer Hof mit 5 Betten, das Strandhotel mit 30 Betten, Stadt Tondern mit 5 Betten und Gasthöfe am Ortsrand oder Vororten mit zusammen 35 Betten.

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2 Kommentare

  1. Wolfgang Jensen

    Was mir komisch vorkommt, ist der Werbespruch (Bleibt heimattreu,trinkt Eulenbräu !)
    der Fa. Wiencke, die ja wohl mit der „Lebensmittelgroßhandlung“ gemeint ist. Vielleicht hat man den Schülern aus Spaß diesen Spruch genannt.
    Und das Gast- und Logierhaus Hartmann ist mir bisher nicht bekannt gewesen. Aber die Jungs haben schon fleißig recherchiert. Das muss man anerkennen.

    1. admin

      Das geht mir genauso. Allerdings gab es früher ein „Gast- und Logierhaus“ in der Mittelstraße 2 (später Charmaine und Chinarestaurant). Zwar passt der Name „Hartmann“ nicht, aber das könnte durchaus gemeint sein.
      An das „Eulenbräu“ würden wir uns sicher erinnern. Aber die Standardmarke der Fa. Wiencke war eindeutig „Eiche“.

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