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Apr 01 2016

Schulzeitleisen – Aplil, Aplil

Schulzeitleisen in chinesischel Hand

Del Chinese an sich scheint ein nimmelmüdes Kellchen zu sein. Immel auf del Suche nach beliebten Plodukten, um sie dann selbst helzustellen. Kaum zu glauben – abel manchmal stößt el tatsächlich an lechtliche Schlanken, die es zu übelwinden gilt.

Solche Helausfoldelungen scheinen seinen Ehlgeiz alleldings elst lecht anzustacheln. In diesem Fall geht es um Intelnetadlessen.

This email is flom China domain name legistlation centel, which mainly deal with the domain name legistlation and dispute intelnationally in China. We leceived an application flom … They want to legistel „schulzeitleisen“ as theil Intelnet Keywold and „schulzeitleisen.cn“, „schulzeitleisen.com.cn“, „schulzeitleisen.net.cn“, “ schulzeitleisen.olg.cn“ domain names etc.., they ale in China domain names. But aftel checking it, we find „schulzeitleisen“ conflicts with youl company.

If youl company is the oliginal ownel of this name and want to legistel these CN domain names (cn/ com.cn/ net.cn/ olg.cn) and intelnet keywold to plevent anybody flom using them, please infolm us.

Nachdem ich immel und immel wiedel mit solchen und ähnlichen Anflagen bombadielt wolden bin, habe ich jetzt entnelvt klein beigegeben.

Immelhin habe ich dulch meine bishelige Haltnäckigkeit einen guten Pleis elzielen können.

Außeldem habe ich eine Klausel im Veltlag, dass ich die Schulzeitleisen noch zwei Jahle in Eigenlegie betleiben dalf, wenn es mil innelhalb del nächsten dlei Monate gelingt, alle „l“s dulch „l“s zu elsetzen.

2. April 2016

Das war natürlich ein – zugegeben ziemlich alberner – Aprilscherz. Allerdings hat er einen sehr realen Hintergrund:

Seit 2014 versuchen verschiedene chinesische „companies“, den Domainnamen „schulzeitreisen“ – zumindest für den chinesischen Raum – registrieren zu lassen. Obwohl es offensichtlich ist, dass hier irgendwelche Domain-Dealer am Werk sind, ist die offizielle chinesische Registrierungsbehörde in Shanghai anscheinend verpflichtet, sich auf dieses obskure Spiel einzulassen, und prüft, ob der Name schon irgendwo existiert.

Natürlich tut er das, denn die „companies“ kaufen natürlich nur Sachen, die woanders bereits „erfolgreich“ betrieben werden. Ich verzichte schon eine ganze Weile darauf, hier Zugriffszahlen zu veröffentlichen, aber die vollautomatischen Späher haben meine Seite offenbar schon lange als „lohnenswert“ eingestuft.

So werde ich also von offizieller Seite regelmäßig gefragt, ob meine „company“ in geschäftlicher Verbindung zu gleichnamigen „company“ in China steht, weil andererseits eine Domainvergabe nicht ohne weiteres möglich ist. Anfangs habe ich noch „ladeblechend“ geantwortet. Aber spätestens seit ich von einem „Interessenten“ direkt und auf ziemlich unfeine Art bedrängt worden bin, meine Zustimmung zur beantragten Registrierung zu erteilen, habe ich auf keine dieser Anfragen mehr reagiert.

Und wenn der nächste halbseidene Dealer bei mir auf der Reismatte steht, ist die Antwort klar:
Wenn du ein Stück vom großen Glückskeks abhaben willst, versuch es einfach woanders.

6 Kommentare

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  1. Sabine Brunckhorst-Klein

    :) :) :) :) :)

  2. Wolfgang Dase

    Die saßen bestimmt mit einem Kontlabaß auf del Stlasse und elzählten Dil was.

  3. Konrad Reinhardt

    Das ist natürlich nur ein Aprilscherz!

    Es gibt allerdings viele Chinesen und Japaner, die es richtig machen, im Schriftlichen sowieso. Es hängt davon ab, wer ihnen die Fremdsprache beigebracht hat. Wenn es einheimische Lehrer gewesen sind, die es auch von einheimischen Lehrern gelernt haben, dann sind sie zwar in Rechtschreibung und Grammatik perfekt, aber es hapert eben bei der Aussprache. Inzwischen ist es in ihren Heimatländern schon oft so, dass sie von „Native Speakern“ unterrichtet werden und dann treten diese Fehler nicht mehr auf. – Ich habe mehrfach in japanischen und chinesischen Familien gelebt. Wir hatten ebenfalls Japaner und Chinesen bei uns zu Gast. Zur Not lässt man sich mal ein Wort aufschreiben. – Bei den chinesischen Gastwissenschaftlern, die wiederholt an Projekten an der Lübecker Uni mit arbeiteten, war es so, dass sie, wenn sie zum zweiten Mal kamen, in ihrer Aussprache perfekt waren. – Zu meiner Schulzeit an der KHS wurden viele von uns im Fach Englisch anfangs auch von Lehrern unterrichtet, die während der Nazizeit ausgebildet wurden und in Englisch auch nur gut im Lesen und Schreiben aber nicht im Sprechen waren. – Ich selber hatte das Glück, dass ich in der Sexta 1952 von einem englischen Austauschlehrer (Mr. Reader) in die englische Aussprache eingeführt wurde.

  4. Runa Borkenstein

    Wilklich, wil leben in dlolligen Zeiten:
    Histolie globalisielen, dalÜBEL könnte man stleiten!
    Nullkommanullnull Zinsen und Weltspaltag ohn‘ die viel Pleise(n)
    nul viltuell Leisen kann sich auch del/die nicht Leiche leisten.

    Ja, ja, ich bin ja schon still
    uns wünsch allen Viltuellen „Aplil, Aplil“

  5. manfred rakoschek

    manche meinen,
    lechts und rinks
    kann man nicht velwechsern:
    werch ein illtum.

    happy aplir

  6. Michaela Bielke

    Comische schinäsen. Die solen dohc ärsmal lärnen teutsch su schriepen. Plöder fertrak!

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