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Feb 14 2021

Kappuzzle® 682 – Obstbörse

Eine weitere Aufnahme meines verehrten Mathe-Lehrers.

Endlich wieder ein Bild mit Menschen drauf! wink

Wo hat er die 1979 fotografiert?

Schmiedestraße 5

Kappuzzle® 682

Die gute alte Obstbörse wurde erkannt von Katr!n Wummel, Maren Sievers, Heino Küster, Runa Borkenstein, Harro Mehne, Ingwer Hansen, Hans-Werner Panthel, Michaela Fiering und Klaus-Dieter Raube.

Kappeln - Schmiedestraße - Foto: Fritz Reinhardt (1977)

Blick von der Schmiedestraße in den Dehnthof - Foto: Fritz Reinhardt (1969)

Dabei war dieses Geschäft in der Schmiedestraße 5 an der Ecke zum Dehnthof gar nicht die „alte“ Obstbörse. Die befand sich nämlich in der Querstraße 21 und zwar schon ab 1946.

Obstbörse - Anzeige von 1954

Die Inhaberin hieß Hedi Lateit (laut Adressbuch 1954 erstmal „Hedwig“, ab 1955 dann auch offiziell „Hedi“) und war damals stadtbekannt, nicht nur wegen ihrer Geschäftstüchtigkeit – alle erinnern sich, wie geschickt sie auch angestoßene oder überreife Ware in ihre Tüten packte –, sondern auch wegen ihrer robusten Art, die Kunden zu behandeln – insbesondere, wenn diese nach dem Kauf an der Qualität der Ware etwas auszusetzen hatten.

Gekauft wurde trotzdem – allerdings höchst ungern von uns Kindern, wenn wir mit solchen Einkäufen beauftragt wurden. Denn die „Obsthexe“ war tatsächlich ziemlich furchteinfößend, was hier inzwischen auch in mehreren Kommentaren zum Ausdruck gekommen ist.

An den Manfred Rakoschek in Erinnerung gebliebenen „kapitalen Schäferhund“ und an Runa Borkensteins „überall auf der Treppe: Katzen, Katzen, Katzen…“ erinnere ich mich persönlich nicht, aber da lagen zum einen ja nur ein paar Häuser und zum anderen ein paar Jahre dazwischen.

Apropos Kinder: Hedi Lateit hatte auch selbst einen Sohn, der hieß Alfred Lehwald und hat 1956 an der Klaus-Harms-Schule sein Abitur gemacht.

Ob er „nicht studieren konnte/durfte, um seiner Mutter im Geschäft helfen zu können“, wie Wolfgang Jensen es hier mal geschrieben hat oder aber, wie Ingwer Hansen meinte: „Wolfgang, ich glaube er durfte doch, Jura, nach meiner Kenntnis…“, ist nicht geklärt und auch unerheblich.

Mit ihm und letzlich für ihn eröffnete Hedi Lehwald – wie sie sich inzwischen offiziell nannte – 1964 die zweite Obstbörse in der Schmiedestraße 5, die sich wiederum zu einem florierenden Geschäft entwickelte.

Während der neue Laden langsam in die Leitung ihres Sohnes überging, betrieb Frau Lehwald das Geschäft in der Querstraße 21 noch viele Jahre parallel weiter.

Obstbörse - Anzeige im ROTSTIFT 11 - Sommer 1964

Beide Läden firmierten bis in die 70er-Jahre unter dem Namen Hedi Lehwald.

Obstbörse - Amtliches Fernsprechbuch von 1964/65

Direkt neben der Ur-Obstbörse entstand 1979 – nachdem schon Jahre zuvor der untere Teil der Querstraße zugunsten eines Parkplatzes plattgemacht worden war – die dritte Obstbörse in der Querstraße 23-25. Das Gebäude in der Schmiedestraße wurde damals ebenfalls abgerissen.

Hedwig Lehwald – wieder eine kleine Namensanpassung – war weiterhin präsent, denn sie wohnte danach noch viele Jahre in der Querstraße 21.

28 Kommentare

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  1. admin

    An alle, die auf die Auflösung warten:
    Ich setze mich da gleich mal ran. Früher ging's leider nicht.
    Im Laufe des Abend gibt es dann auch ein neues Rätsel.

    1. Runa Borkenstein

      … morgen ist auch noch ein Tag :)

  2. Klaus-Dieter Raube

    Schmiedest. Ecke Dehnthof…. unsere alte Obstbörse, Alfred Lehwald.

  3. Konrad Reinhardt

    Als wir im Schuljahr 1949/50 noch im Schülerheim in der Mühlenstraße 11 wohnten, schickte mich meine Mutter ab und zu zum kleinen Laden seiner Mutter in der Querstraße, um etwas Obst zu kaufen. – Jedesmal schärfte sie mir ein, ich solle ja aufpassen, dass seine Mutter mir nur frisches Obst in die Tüte packte, sie würde immer zuerst die älteren Stücke und oben drauf sichtbar die frischen legen. Kontrollieren konnte ich das nicht, weil ich nie sehen konnte, was sie einpackte. Aber es wird schon alles in Ordnung gewesen sein, weil meine Mutter nie etwas Negatives gesagt hatte.

  4. Katr!n Wummel

    Ich denke, die Kommentare sagen alles: Es war eine Kappelner Institution, an der niemand vorbei kam. ;-)

  5. Michaela Fiering

    Obstbörse

  6. Hans-Werner Panthel

    Wir sind vor dem Obstladen Lehwald.

  7. Hans-Werner Panthel

    Bei der Frau erinnere ich mich an Hektik und Geschrei im Laden, gerne wenn jemand was reklamierte. Besonderer Erlebniseinkauf, daher schnell wieder raus.

    1. Katr!n Wummel

      Ja, stimmt!

  8. Ingwer Hansen

    In der Schmiedestraße vor der "Obstbörse".

  9. Dr.Wolfgang Mehne

    Obstbörse in der Schmiedestr.

  10. Hans-Werner Panthel

    Warum stehen Menschen mit Hosenträgern, Sandalen und Hochwasserhosen an vor einem Markt? Keine Zeit, um Schapptüch anzuziehen? Das frage ich mich im Moment.

    1. Maren Sievers

      ….und es war Sommer….

    2. Heino Küster

      Zumindest die Hosenträger gehören dem Chef ;-) Die Beine jamand anderem ;-)

      1. Katr!n Wummel

        Da hast du recht mit den Hosenträgern, war mir gar nicht aufgefallen, danke! War er da noch Junior?

        1. Heino Küster

          Ich kannte nur diesen einen, einen "Senior" habe ich nicht im Laden erlebt – das war 1967. ;-)

          1. Katr!n Wummel

            Ich meinte die weißhaarige kompakte Seniorin … vor der hatte ich einen Heidenrespekt.

            1. Maren Sievers

              Das war die Chefin, die den
              Lehrling immer zum Fegen
              aufforderte, wenn er gerade
              den Besen erst aus der Hand
              gestellt hatte?

              1. Runa Borkenstein

                …war das die Katzenfrau,
                die manchmal auf der obersten Treppenstufe
                eines Hauses in derselben Straße saß ?

              2. Katr!n Wummel

                Ich dachte, dass war seine Mutter, von der er gelernt hat, auch etwas überlagerte Ware gut zu verkaufen :?:
                Ist aber vielleicht auch nur Kappler Gerüchteküche …

              3. Katr!n Wummel

                @Runa: Stimmt! Auch das hatte ich erfolgreich verdrängt ;-)

        2. Heino Küster

          Korrektur: natürlich 1969, sorry ;-) 16 Jahre nach dem Foto mit ihm beim Kirchen- und Posaunenchor :mrgreen:

  11. Runa Borkenstein

    Stilleben: Rücken mit Hosenträgern vor Obst- und Gemüsekisten.
    ursprünglich in der Schmiedestraße zu sehen,
    1979 dann in der Querstraße?

  12. Heino Küster

    Obstbörse, Ecke Schmiedestr./Dehnthof (?)

  13. Michaela Fiering

    Mühlenstr., zwischen Süderstr. und Querstr. linke Site, stadteinwärts

  14. Maren Sievers

    Bei der Obstbörse in
    der Schmiedestrasse

  15. Katr!n Wummel

    Alte Obstbörse Ecke Schmiedestraße und Dehnthof

  16. Hauke Marten

    Neubau der Klaus Harm Schule Hüholz

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