Apr 06 2021

Kappuzzle® 693 – Sieck-Speicher

Was zeigt dieses Foto?

Sieck-Speicher

Kappuzzle® 693

Die Modernisierungsarbeiten am denkmalgeschützten Sieck-Speicher als integraler Bestandteil des „Speicherquartiers“ am Südhafen sind noch immer nicht abgeschlossen.

Kappeln - Südhafen - Foto: Michaela Fiering (23.03.2021)Kappeln - Südhafen - Foto: Michaela Fiering (23.03.2021)

Kappeln - Südhafen - Foto: Michaela Fiering (23.03.2021)Kappeln - Südhafen - Foto: Michaela Fiering (23.03.2021)

Die Wand erkannt haben Heino Küster, Hans-Werner Panthel, Martin Kübler, Runa Borkenstein, Maren Sievers, Konrad Reinhardt, Hauke Marten und Ingwer Hansen.

Apr 06 2021

Peter Nagel ~ 80

Heute feiert unser „Ehemaliger“ (Abi 1960)

Peter Nagel

seinen 80. Geburtstag.

Herzlichen Glückwunsch!

Ende der 50-er Jahre gestaltete er das Titelblatt für unsere Schülerzeitung, das auch noch über 1967 hinaus Bestand gehabt hätte, hätten Mani und ich nicht unbedingt etwas Neues machen wollen.

Sorry, Peter, deins war besser!

ROTSTIFT Nr. 7 (Juni 1961)ROTSTIFT Nr. 16 (Dezember 1967)

Und hier der Beitrag aus dem heutigen Schleswig-Holstein-Magzin.

Apr 02 2021

Frohe Ostern

BR - Ostern 2020

Wer hätte vor einem Jahr gedacht,
dass so ein Foto immer noch aktuell ist!

Trotzdem oder gerade deswegen
wünschen wir euch allen
ein schönes Osterfest!

Achim & Hanna

Apr 01 2021

Bilderrätsel Nr. 591 – „Robert Koch“

Ein ungewöhnliches Foto von Fritz Reinhardt aus dem Jahr 1979.

Frage: Welches Schiff ist darauf zu sehen, dessen Name uns seit Monaten in Atem hält?

SAS 218 – ROBERT KOCH

Bilderrätsel Nr. 591
Na, das war ja vielleicht ein Rätsel!

Wieder so ein „Archivbild“, das etwas länger brauchte, um zum Einsatz zu kommen.

Als Konrad Reinhardt mir im Oktober 2019 einige weitere Arnis-Fotos seines Vaters geschickt hat, wirkte diese Aufnahme auf mich wie ein faszinierender Fremdkörper.

Nach erneuter Durchsicht habe ich zu ergründen versucht, was es mit dem Dateinamen „Arnis – 1979 – Gesunkenes Boot“ auf sich haben könnte. Dann fiel mir das Fischereikennzeichen SAS 218 am Bug auf.

Und wenn man das (richtig) googelt, ist man ganz schnell am Ziel.

Am Ende war es ein komisches Gefühl, nicht im Nachhinein die Lösung aufbereiten zu müssen, sondern von vornherein quasi mitzuraten und selbst die Lösung zu finden – um euch letztlich mit der Nase darauf zu stoßen. wink

Robert Koch“ entdeckt haben dann Maren Sievers, Heino Küster, Katr!n Wummel, Runa Borkenstein, Konrad Reinhardt und Regina Blätz.

1951 bis 1953 wurden etwa 60 „Einheiten“ der Serie „24-Meter-Kutter (Typ G)“ in der DDR gebaut. Viele erhielten Namen bedeutender deutscher Wissenschaftler, wie z. B. Wilhelm Conrad Röntgen (SAS 213), Albert Einstein (SAS 215), Rudolf Diesel (SAS 219) und eben Robert Koch (SAS 218), gebaut am 19. November 1951, 1978 an die BRD verkauft und kurz darauf havariert – aber wo?

Wie es aussieht, ist der Kutter direkt auf der Arnisser Werft leckgeschlagen.

Arnis - SAS 218 - Foto: Fritz Reinhardt (1979)

Die offiziellen Quellen vermelden den Verbleib als unbekannt, aber einer weiß bestimmt mehr.

Der bekannte und international erfolgreiche Schiffsmodellbauer Klaus-Peter Blum aus Sassnitz hat nämlich 2015 mit seinem Modell des Fischereikutters SAS 218 bei der Weltmeisterschaft in Ungarn teilgenommen.

Klaus-Peter Blum - SAS 218 (Modell) - Foto: OZ (2015)

Leider ist die Ostsee-Zeitung, der ich diese Information entnommen habe, online genauso abweisend wie der Schlei-Bote – der Beitrag wäre sicher interessant gewesen.

Apr 01 2021

Bilderrätsel Nr. 590 – Tochter der Ostsee

Ein weiteres Bücherrätsel – ein „Schleibuch“, in dem es u. a. auch um die „Schleibucht“ geht.

Frage: Auf welchem Buchumschlag ist dieses Aquarell zu finden?

Die Schlei

Eine Tochter der Ostsee

Bilderrätsel Nr. 590

Im Vergleich mit dem bereits vorgestellten Buch „Geliebte Schlei“, das 4 Jahre früher erschien, macht dieses Werk einen geradezu frischen Eindruck.

Es hat ein handliches Format, was ja manchmal auch eine Rolle spielt, wenn man ein nur mal blättern will. Und das Blättern macht Spaß!

In 16 unterschiedlichsten Kapitel werden sehr lebendig und kurzweilig Orte, Ereignisse, Personen usw. beschrieben, denen man sich schnell zuwenden kann, ohne das ganze Buch lesen zu müssen – aber auch das lohnt sich.

Nebenbei ist das Buch auch noch reichhaltig illustriert – mit über 60 Fotos sowie einigen Zeichnungen und Bettermann-Aquarellen.

Ein ordentliches Exemplar der ersten Auflage gibt es kaum unter 20 Euro. Ich empfehle es trotzdem.

Karl Müller

Die Schlei
~ Eine Tochter der Ostsee ~

Bilderrätsel Nr. 590

Gebunden, 136 Seiten,
zahlreiche Fotos/Abbildungen, eine Faltkarte
Buchverlag Heinrich Möller und Söhne G. m. b. H., Rendsburg
1954
ISBN: –

Meine Bewertung:

Fotos: star star star star
Text: star star star star
Aufmachung und Qualität: star star star star
Gesamteindruck: star star star star

Identifiziert wurde das Buch von Michaela Fiering, Maren Sievers, Gerd Tams und Dietrich von Horn (Bettermann lol – da kommt noch was).

Apr 01 2021

Lurchi Bucht – April, April!

Bevor ich nächste Woche eine abschließende Begriffsklärung zum Thema „Walter-Buer-Damm“ vs. „Weidefeld“ vornehme, vorab schon mal ein kleine Entdeckung, die ich beim Studium alter topografischer Karten gemacht habe.

Am oberen Ende der Schlei gibt es bekanntermaßen mehrere Buchten, im Norden das Wormshöfter und das Maasholmer sowie im Süden das Olpenitzer Noor, das nach Osten hin von der weit in das Mündungsgebiet der Schlei ragenden schmalen Halbinsel Olperör begrenzt wird.

Zwischen dieser Halbinsel und Schleimünde dringt eine weitere Bucht tief ins Schwansener Land, die – bevor der „Walter-Buer-Damm“ errichtet wurde – im „Schleibach“ endete.

Dort fand sich früher eine reichhaltige Fauna, zu der auch der ansonsten an Laubwälder und an in Waldnähe gelegene, schattenreiche Friedhofsanlagen mit Altbaumbestand gebundene Feuersalamander – auch bekannt als Erd-, Regen- oder Lustmolch – gehörte.

Dieser seltenen Spezies zu Ehren erhielt der Bereich hinter der Düne, welche bis heute die Abgrenzung der Schlei gegen die Ostsee darstellt, schon früh die Bezeichnung „Lurchi Bucht“, wie die Karte von 1877 belegt.

Leider ist der Name inzwischen wieder in Vergessenheit geraten und dieser Abschnitt wird nur noch als Schleibucht oder einfach als Noor bezeichnet.

Blatt 1326 - Königlich Preußische Landesaufnahme 1877

Blatt 1326
der Königlich Preußischen Landesaufnahme von 1877

Passende topografische Kartenausschnitte nach dem Bau des „Walter-Buer-Damms“ und vor der Errichtung des Marinehafens folgen – wie eingangs angekündigt – in der nächsten Woche.

April, April!

Das war natürlich ein Aprilscherz, wie ihr zu Recht bemerkt habt. Die Lurchi Bucht gibt es nicht.
Und dass am Schleibach Feuersalamander lebten, darf auch bezweifelt werden.

Es grüßt euch euer Lurchi!

Lurchi (1959)

Apr 01 2021

Osterrätsel – „Mein Lieschen“

Nach meinem Umzug von Kappeln nach Kiel im Herbst 1969 verging die Zeit wie im Fluge und täglich gab es neue Reize und Erlebnisse, neue Anstöße, Interessen und Erfahrungen.

Die Musik spielte dabei weiterhin ein tragende Rolle.

1970 veröffentlichte der westdeutsche linke Pläne-Verlag drei Langspielplatten von dem
1900 in – meiner neuen Heimat – Kiel geborenen Ernst Busch:

Lieder Der Arbeiterklasse 1917-1933
Lieder Des Spanischen Bürgerkrieges
Ernst Busch singt und spricht Texte von Erich Kästner

Die besitze ich immer noch.

Wenn ich das alles schon in meiner Schulzeit gekannt hätte, hätte ich 1968 gewusst, wofür ich in Ostberlin die sauer umgetauschte Westmark ausgegeben hätte.

In der DDR gab es alles, was Ernst Busch je aufgenommen hatte, und dazu noch in schönen kleinen Klappalben mit informativen Texten und je einer oder zwei EPs, also Schallplatten mit zwei Stücken auf jeder Seite.

Meine musikalische Neugier führte mich dann 1970 zwangsläufig in das damals führende Kieler Musikgeschäft Kihr-Goebel, um dort nach weiteren westdeutschen Schallplatten-Veröffentlichungen von Ernst Busch zu stöbern – und siehe da, eine hatten sie noch.

Das renommierte Klassiklabel „Deutsche Grammophon“ hatte doch tatsächlich 1967 eine Platte mit dem Titel „Der politische Tucholsky“ herausgebracht.

Eine weitere war bereits ein Jahr zuvor erschienen: „Bertolt Brecht – Legenden, Lieder und Balladen von 1914-1934“.

Die Tucholsky-Platte habe ich jedenfalls ergattert und kurz darauf in dem linken Buchladen in der Bergstraße/Ecke Muhliusstraße noch ein anderes unerwartetes Stück Ost-Vinyl von 1965 entdeckt und erstanden: Ernst Busch – Lieder (ETERNA). Bezahlt habe ich 15.00 DM, in der DDR kostete die Platte 12,10 M.

Ernst Busch LPs - 1965 & 1967

Die B-Seite auf dieser LP war ausschließlich mit Kampf- und Politliedern bestückt, aber die ganze A-Seite gehörte allein Frank Wedekind.

Das war eine wundervolle literarische Entdeckung – witzige Lyrik und Satire vom Feinsten.

    • Im heiligen Land
    • Der Anarchist
    • Der Zoologe von Berlin
    • Der blinde Knabe
    • Brigitte B.
    • Mein Lieschen (fälschlicherweise auch mal als „Mein Liebchen“ angegeben)
    • Die Wetterfahne
    • Die sieben Heller
    • Diplomaten

Die Veröffentlichung des Gedichts „Im heiligen Landconfused in der Satirezeitschrift Simplicissimus, deren Mitbegründer Frank Wedekind war, zwang ihn vorübergehend zur Flucht nach Paris. 1899 wurde er dann in Deutschland wegen Majestätsbeleidigung zu sechs Monaten Festungshaft verurteilt.

Wieder frei, rottet er sich in München mit Gesinnungsfreunden – Malern, Musikern, Schauspielern, Schriftstellern – zusammen; man beschließt, im Schwabinger Gasthof „Zum Hirschen“ ein Kabarett aufzumachen – zu erreichen über die Hinterhof-Stiege.

Kabarett „Elf Scharfrichter" - Foto: „Die zehnte Muse" - Köln 1993

Im Innenraum werden Zensurbescheide und Gerichtsurteile an den Schandpfahl genagelt. Und die „Elf Scharfrichter“, wie sich die Münchner Kabarettisten nennen, schlagen auch auf der Bühne zu – gegen Muckertum, gegen Scheinmoral und Heuchelei, gegen die öffentliche Unordnung.

Frank Wedekind - Der Literat als Bänkelsänger - Foto: „Die zehnte Muse" - Köln 1993

Öffentliche Hinrichtungen zum Wohle des Ganzen.

Aus den ursprünglich elf Scharfrichtern, die sich so schaurig-schöne Pseudonyme wie Till Blut, Kaspar Beil und Dionysius Tod zugelegt haben, werden bald fünfzehn und mehr. Die Neuen werden kurzerhand zu „Henkersknechten“ ernannt.

Und dann kommt sie, der weibliche Star der Truppe, wachsbleich geschminkt und sparsam im Ausdruck:

Marya Delvard. Sie trägt eine Wedekind-Ballade von früher Lolita-Lust vor: „Frühling Ilseconfused .

Dann und wann haut Wedekind selbst in seine Lauten-Saiten und singt: „Ich hab meine Tante geschlachtet…confused

Quelle: Volker Kühn, Die zehnte Muse
111 Jahre Kabarett, vgs Verlagsgesellschaft,
Köln 1993

confused Hörproben

Nachdem ich mich – in meiner persönlichen Vergangenheit und der Recherche schwelgend – wieder mal ein wenig verzettelt habe, kommen wir nun zur

Rätselauflösung

Das gesuchte Gedicht gehört nicht zu den Texten, die bissig und scharfzüngig daherkommen, sondern als reine Lyrik einen Hauch von frivoler Leichtigkeit versprühen.

Für alle, die damit nicht zurechtkommen, gibt es natürlich – wie es sich für Deutschland gehört – einen Vordruck zur eigenen Bearbeitung. mrgreen

Mein Lieschen – Frank Wedekind (1905)

Mein Lieschen trägt keine Hosen
schon seit dem ersten April,
weil sie von der grenzenlosen
Hitze nicht leiden will.

Das gibt mir manches zu denken,
so dacht‘ ich auch schon daran,
ihr ein Paar Hosen zu schenken
aus duftigstem Tarlatan.

Wie leicht kann sie sich beim Hupfen
erkälten, eh sie’s gedacht;
und bleibt ihr auch nichts als ein Schnupfen,
Man nimmt sich doch lieber in acht.

Mein Lieschen

Gesang: Ernst Busch

Text: Frank Wedekind
Musik: Hanns Eisler

Heutzutage muss man nicht mehr lange suchen, um solche audiophilen Schätze zu entdecken. Nahezu alles wurde inzwischen auf CD (wieder)veröffentlicht.

Und ob man nach Ernst Busch oder Frank Wedekind sucht, wird man im Internet schnell fündig.

Gelöst wurde das Rätsel von Konrad Reinhardt, Katr!n Wummel, Maren Sievers, Runa Borkenstein und Regina Blätz.

5. März 2021

Ab sofort gibt es hier ein kleines Langzeiträtsel bis zum 31. März.

In den nächsten 25 Tagen findet ihr in den jeweils aktuellen Beiträgen täglich einen neuen Buchstaben, der euch zur Lösung führt. Nach der Auflösung des jeweiligen Beitrags gibt es dort keine weiteren Rätselbuchstaben.

Die 25 Buchstaben ergeben – in richtiger Reihenfolge – den Titel eines deutschen Frühlingsgedichts bzw. -liedes und seines Autors.

Obwohl es schon weit über hundert Jahre alt ist, wette ich, dass niemand von euch diesem Gedicht im Deutschunterricht begegnet ist.

Alle Rätselbuchstaben sind durch zwei Herzen heart _ heart gekennzeichnet, damit sie leicht auffindbar sind. Groß- und Kleinbuchstaben bitte genau so übernehmen.

Die Auflösung folgt am Gründonnerstag, den 1. April.

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