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Jul 07 2014

BRAVO-Musicbox 28 | 1964

Vor 50 Jahren

BRAVO-Musicbox 28 | 1964

vom 7. Juli 1964

BRAVO-Musicbox 1964/28

Marika Kilius & Hans-Jürgen Bäumler –
Honeymoon in St. Tropez (1964)

7 Kommentare

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  1. Wolfgang Jensen

    Ich kann zwar nicht so toll „tebbesieren“ wie Eckehard, aber ich möchte doch einmal bei einigen dieser Titel verdeutlichen, warum es vielen Songs an Ehrlichkeit, Realitätsnähe und auch Harmlosigkeit mangelt.
    „Can’t buy me love“ von den Beatles ist geradezu ein Musterbeispiel von Unaufrichtigkeit. Gerade bei ihrer Hamburg-Reeperbahn-Vergangenheit sollten es die Jungs besser wissen.
    „Shake Hands“ – das weiß jeder Hundebesitzer, der halbwegs der englischen Sprache mächtig ist – bedeutet „Gib Pfötchen!“. Wenn es dann weiter heißt “ … drum gebe ich Dich frei!“ ist das bei der Debatte um die Anleinpflicht (Stichwort Kampfhunde) völlig unverständlich und gewissenlos.
    Bei Cliff Richard heißt es: „Wenn einer kommt und sagt Dir heut‘, er hätte für Dich
    immer Zeit – sag‘ „No“ zu ihm.“ Ja, Leute, was soll das denn? Gerade in Zeiten, wo gerade ältere Menschen allein und einsam sind, zeigt dieses Lied doch das wahre Gesicht des „bekennenden Christen“ Cliff Richard. Von Nächstenliebe keine Spur!
    Manuela fordert Nichtschwimmer auf, „Schwimmen lernt man im See“. Besonders, wenn man die tödliche Gefahr von z.B. Baggerseen kennt, ist das ein geradezu unverantwortlicher Aufruf an junge Leute. Im August 2012 hat bspw. das Hoch „Achim“ in Süddeutschland für 130 Einsätze der DLRG allein im Bereich Karlsruhe gesorgt, wo auch 2 Tote zu beklagen waren.
    Abschließend noch ein Wort zu Ronny: Der auf den ersten Blick harmlose Song über eine gewisse „Caroline“ beginnt mit „In Montana, in den Bergen
    steht ein Haus am Waldesrain“ und endet mit den tragischen Worten “ Mit dem Sheriff muss ich gehen. Denk‘ an mich, oh Caroline.“ Das möge eine ernste Warnung an all‘ diejenigen sein, die meinen, ohne Baugenehmigung in Naturschutzgebieten ein Haus errichten zu können.
    Ich hoffe, dieser Exkurs hat einigen „Hitparaden-Freunden“ doch ein wenig die Augen über die wahren Inhalte der oft als „harmlose Schlager“ bezeichneten Lieder geöffnet.

    1. Runa Borkenstein

      Ja, das ist gute alte Dr. Schnoor – Schule vom feinsten!
      Hinterfragen, (hermeneutisch) kreisen …
      Für´s Gleichgewicht trainiere ich seit Jahren,
      nee, sind inzwischen ja schon Jahrzehnte,
      mehr Yin zum Yang und Yang zum Yin.
      Bei der Musicbox wird dann einfach geträumt:
      alte Träume, neue Träume – Erinnerungen an gute Zeiten
      und natürlich auch an die anderen Zeiten – (erkenn ich jetzt den
      Sinn darin?)
      Einfach mal im HierundJetzt die Melodien genießen
      den KICK in Marikas Stimmführung…
      Womit der Kreis sich schließt,
      die Urform unserer M…..Erde,
      deswegen auch sein Name : B ALL !

    2. Eckehard Tebbe

      Wow, Wolfgang, gnadenlos interpretiert. Das sind mal wirklich neue Perspektiven. So hab ich die Songs tatsächlich nie gesehen. Entlarvend! Einfach mal die Leute beim Wort nehmen und ihr Gereimtes ins realistische Umfeld stellen. Ja, das hat schon was … Vielleicht lässt sich über deine Strategie sogar ein Song wie ‚I’m the walrus‘ endlich aus seiner tiefgründigen Ecke locken und einer ultimativen Deutung zuführen … Millionen von hoffnungslosen Interpretierern sollten dir bis ans Lebensende dankbar sein.

      1. Wolfgang Jensen

        Ich glaube, bei „I’m the walrus“ kann man sich mit einer Interpretation nur lächerlich machen. Das haben schon Generationen vor uns vergeblich versucht.

        1. Heino Küster

          Da muss man das Gleiche rauchen wie der Texter ;-)

          1. Wolfgang Jensen

            Genau, Heino, besser kann man einen „Acid Trip“ nicht in Worte fassen, wie es Lennon bei diesem Song tat.

    3. Sabine Brunckhorst-Klein

      selbst der „kleine grüne Kaktus“ den Max Raabe gestern Abend neben anderem Exquisiten aus den 30er und 40er Jahren mit seinem Palast-Orchester in Neumünsters Holstenhallen präsentierte, war ja nicht nur harmlos wie er klingt: Fällt er doch glatt vom Balkon direkt ins Gesicht des Nachbarn. Naja!

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