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Jan 21 2022

Kappuzzle® 726 – Tonbänder

Ein Rücksprung in die „Kerndekade“ der Schulzeitreisen – die Sechziger.

Es geht um „Hochstapelei“.

Fragen:

  1. Was wurde hier gestapelt?
  2. Wer schaut hinter dem Stapel hervor?
  3. In welchem Beitrag ist das Originalfoto (dies ist nur ein Ausschnitt) zu finden?

Kappuzzle® 726

Mein Zimmer 1967

1967. Fünf unordentlich gestapelte Tonbänder. Manchmal blieb einfach keine Zeit, alle immer gleich wieder in die roten BASF-Pappschachteln oder die grauen Archivboxen zurückzustecken.

Dahinter meine damalige Stones-Wand – zu finden vor zehn Jahren im Bilderrätsel Nr. 75 – Musik Parade und dort in der Bildergalerie „Mein Zimmer in den Sechzigern“.

Tonbänder waren damals das wichtigste Musik-Medium. Schallplatten waren teuer, die Bänder einigermaßen erschwinglich. Ich habe über Jahre fast nur „Magnetophonbänder“ von BASF benutzt.

Mitte der Sechziger kostete eine 15 cm-Spule LGS 35-Langspielband 15,90 DM, das LGS 26-Doppelspielband 24,20 DM. Da bekam man dann bei der Standardgeschwindigkeit von 9,5 cm/Sekunde zwei bzw. drei Stunden Musik drauf, also mindestens 40 bzw. 60 einzelne Titel für einem Durchschnittspreis von weniger als 40 Pfennig.

Und wenn das Geld ganz knapp war, konnte man – schweren Herzens – das Band ohne merkbare Qualitätsverluste einige Male neu bespielen.

BASF-Werbung 1964

~ BASF-Werbung vin 1964 ~

Der richtige Weg zu Ihrem Band-Archiv

~ BASF-Werbung von 1965 ~

Bauen Sie so Ihr Bandarchiv auf:

  1. Bei Ihrem Fachhändler die formschöne BASF Archiv Box kaufen. Sie hat drei Schwenkfächer. Ein Band ist eingelegt, zwei Schwenkfächer sind leer.
  2. Zum Nachfüllen kaufen Sie MAGNETOPHONBAND BASF in der glasklaren Runddose. Der Grund: Wenn Sie mit ihr die leeren Schwenkfächer der Archiv Box füllen, dann erhalten Sie ein praktisches, gut aussehendes Bandarchiv aus Kunststoff ohne Mehrpreis. Lassen Sie sich in Ihrem Fachgeschäft die neue Packung einmal zeigen. Sie sieht gut aus. sie hat auch viele praktische Vorteile: Leicht kann sie seitlich geöffnet werden – einfach die Banderole ringsum aufziehen. Sie entnehmen ein Qualitätstonband. Ein MAGNETOPHONBAND BASF. Sie kaufen außerdem noch kostensparend ein.
  3. Alle Aufnahmen in der BASF Archivmappe registrieren, damit jeder Titel sofort gefunden werden kann. Die Archivmappe ist ein kostenloser Service der BASF.
    Mit dieser Systematik bekommen Sie ein Bandarchiv, an dem Sie viel Freude haben werden. Gut aussehend, praktisch und staubdicht. Für Ihre Party haben Sie jedes gewünschte Band sofort zur Hand.

Badische Anilin- & Soda-Fabrik AG – 6700 Ludwigshafen am Rhein

BASF-Werbung 1965

In der BRD und in West-Berlin ist die Aufnahme urheberrechtich geschützter Musik und Literatur nur mit Einwilligung der Urheber bzw. deren Vertreter (z. B. der GEMA) gestattet.

Bei der Hardware hatte damals Grundig die Nase vorn. In Kommentaren der letzten Jahre wurde darüber immer mal wieder gesprochen.

Die meisten hatten ihr TK (steht für Tonbandkoffer, weil die Dinger Tragegriffe hatten) zur Konfirmation bekommen.

So auch Eckehard Tebbe: „Mein Gott, hab ich Bänder gebraucht. Bei den Massen muss ich tatsächlich fast als Hauptsponsor von BASF durchgegangen sein.“

Sein Gerät war ein TK 19. Und das spielt eine wichtige Rolle in seinen Ausführungen über Jørgen de Mylius von Radio Danmark, die ich euch als gesonderten Beitrag direkt im Anschluss präsentiere.

Die Tonbänder wurden erraten von Heino Küster, Konrad Reinhardt und Katr!n Wummel, die auch die „Bildquelle“ gefunden hat.

16 Kommentare

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  1. Katr!n Wummel

    Paul McCartney

  2. Katr!n Wummel

    Tonbänder

  3. Katr!n Wummel

    Mein Zimmer in der 60gern

  4. Runa Borkenstein

    by the way…
    kleine Such-Chronilogie:

    anfangs: alles mit Fasching, Leher–Schüler-Türkengilde
    dann: stand up comedies "Unterricht", incl. Foto-AG
    letztlich: alle Fotoreportagen von Firmen- und Werkstätten damals

    Auch die Verkleinerung des Bildausschnittes
    führte nicht zum Erkennen des Ganzen

    Die beuligen Blechränder kommen mir bekannt vor…

    Also: Szene aus einer Filmvorführung in der Aula (12 Uhr mittags…)
    mit verkleideten Filmvorführern…
    Der Kopf links oben gehört einem Mitschüler,
    der häufig auf den Klassenfotos zu sehen ist.
    Rechts unten mit weißem Kragen könnte Mani sitzen

  5. Heino Küster

    2. Du selbst (?)

  6. Heino Küster

    2. Vielleicht der Rako (?)

  7. Dietrich von Horn

    Polyvinyl-Platten der Firma BASF.

    1. admin

      BASF ist richtig. Ist ja auch kaum noch zu übersehen. ;)

  8. Konrad Reinhardt

    zu 1: Tonbänder

  9. Heino Küster

    1. Tonbandspulen

  10. admin

    Was ist denn hier los? 3 Fragen und keine einzige richtige Antwort?
    Auf den Puzzleteilen 5 und 6 steht sie doch eigentlich schon drauf.
    Die Firma, die die gestapelten Teile produziert hat, hat was mit „Soda“ in ihrem Namen und ist heute – nach Umsatz – der größte Konzern in seiner Sparte weltweit.

  11. Katr!n Wummel

    Fotowettbewerb 1968

    1. admin

      Das Foto entstand ein Jahr früher. Es handelt sich um ein Selfie, auf dem die gestapelten Sachen eher zufällig drauf sind.

  12. Dietrich von Horn

    Audrey Hepburn hat mal kurz bei Tiffany die Sonnenbrille abgenommen, um sich die Klunker in der Auslage genauer anzusehen. Oder Norman Bates beobachtet durchs gebohrte Loch in der Wand Janet Leigh beim Duschen. Fehlt nur noch the missing link, die Verbindung zur Hochstapelei.

    1. admin

      Gerade dieser abgebildeten Person würdest du niemals Hochstapelei unterstellen, weil sie, also „er“ es nicht nötig hat.

      Fast hätte ich „hatte“ geschrieben, aber er lebt ja noch – auch wenn sein Foto auf meinem Foto von 1967 noch mal ein bis zwei Jahre älter ist.

  13. Hans-Werner Panthel

    Kann das auch Foto vom Schaukasten des Capitol-Kinos sein, es wird ein Zorro-Film gegeben?

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