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Jun 03 2024

Ruth Maria Kubitschek †

Ruth Maria Kubitschek
* 2. August 1931    † 1. Juni 2024

Die Reise nach Tilsit (1969)

Ruth Maria Kubitschek war eine großartige Schauspielerin, die in unzähligen Filmen und Fernsehproduktionen mitgespielt hat. Ich kenne sie seit „Melissa“ (1966).

Meine Favouriten sind die „Helmut Dietl“-Filme, in denen sie mitgewirkt hat, allen voran in der Serie „Kir Royal“, in der sie die Chefin von „Baby Schimmerlos“ war.

Vorher hatte sie bereits neben Helmut Fischer die Hauptrolle in „Monaco Franze – Der ewige Stenz“ gespielt und war später u. a. auch bei „Schtonk!“ und „Rossini“ dabei.

Weshalb ich hier zu ihrem Tod diesen kleinen Beitrag verfasse, hat aber – wie am Titelfoto zu erkennen – einen anderen Grund.

„Die Reise nach Tilsit“ (1969)

In dem 1969 fürs Fernsehen produzierten Film „Die Reise nach Tilsit“, der u. a. in Kappeln und Umgebung gedreht wurde, spielte Ruth Maria Kubitschek neben Karl-Michael Vogler die Hauptrolle.

Hier ein paar Bilder aus dem Film.

Die Ankunft in „Tilsit“ hat mich vor 55 Jahren so geärgert, dass ich den Film ganz schnell wieder vergessen habe. Handlungsmäßig ohnehin nicht mein Ding trotz toller Schauspieler wie Gustav Knuth, Violetta Ferrari, Paul Dahlke und Vadim Glowna.

Auch den z. T. perfekt gesprochenen Dialekt habe ich als Ostpreußen-Flüchtling in zweiter Generation natürlich genossen, aber sonst …

Die Szene, bevor sie in falscher Reihenfolge und falscher Richtung die (geschlossene) Kappelner Brücke passieren, habe ich dringelassen, weil Heino 2012 vom Verlust seiner Geige berichtet hatte.

Ich fasse die alten Kommentare noch einmal zusammen:

Heino Küster | 6. Oktober 2012 um 15:38

1969 wurde bei Kappeln „Die Reise nach Tilsit“ von Hermann Sudermann für das Fernsehen verfilmt. Mein Beitrag war die Opferung meiner Geige, die in einer Szene mit dem Zigeuner bei Königstein vom Floß in die Schlei fiel und auf immer versank.
„Vermittelt“ wurde meine Geige von Musikhaus Griebel, wo die Requisite der Produktion kurzfristig nach mehreren Geigen für diese Szene nachfragte. Ich bekam als Ersatz eine neue Geige.

Meine Schwester übrigens auch … beide untergegangenen Geigen sind bei „Bilderrätsel 141 – Joseph Kirchmayr“ noch lebend zu sehen wink

Holger Petersen | 6. Oktober 2012 um 16:10

Durftest du denn auch Violetta Ferrari etwas vorgeigen?
Wenn der Name nicht Programm ist…

Heino Küster | 6. Oktober 2012 um 16:17

Die Schauspieler waren wohl überwiegend im Deutschen Haus untergebracht, aber meine fragwürdigen Geigenkünste waren nicht gefragt. Ich hatte auch kein Interesse an Autogrammen. Insofern ist mir auch keine Begegnung mit Ruth-Maria oder der hübschen Ungarin vergönnt gewesen… wink

Holger Petersen | 6. Oktober 2012 um 16:46

Ich meine, dass (zumindest zeitweise) Herr Vogler im „Schifferhaus“ in Arnis logierte. Von der hierfür angemieteten Arnisser Fähre aus ist meines Wissens das nächtliche Bootsunglück gefilmt worden, wobei scheinbar auch das Geigen-Schicksal besiegelt wurde.
Unvergessen ist für mich der Schwenk über die „Skyline“ von Kappeln mit dem sinngemässen Satz: Da ist Tilsit!

~~~

Hartmut Beck | 10. August 2013

Durch Zufall bin ich auf Ihre Internetseite gekommen und möchte zum Thema „Die Reise nach Tilsit“, TV-Film von 1969, folgendes beitragen:

Mit der Sportjugend war ich im Sommer 1968 im Schönhagener Ferienlager; gegenüber gab es eine Bäckerei mit Cafe; dort hielten wir uns auf, wenn es wiedereinmal regnete – und deshalb auch Paul Dahlke, Karl-Michael Vogler und die Kubitschek, die den o. g. TV-Film drehten. Die beiden Letztgenannten fuhren trotz Regens im offenen VW Käfer Cabrio durch den Ort und grüßten recht freundlich, gaben jedoch keine Autogramme – ganz im Gegensatz zu Paul Dahlke, der auch mit uns Jugendlichen längere Gespräche führte.

In Schönhagen gab es auch ein Hotel, in dem die gesamte Crew untergebracht war, auch Gustav Knuth. Vom Oberkellner haben wir erfahren, daß „Herr Knuth seinen Fuß gequetscht“ habe und somit „sein Zimmer hüten“ müsse. Wir baten den Kellner, Herrn Knuth ein paar Zeilen mit unseren Genesungswünschen zukommen zu lassen.
Am anderen Tag erschien Gustav Knuth dann wieder ohne Gehbehinderung und verteilte an uns, geschmückt mit ein paar Geschichten aus seinem Filmleben, Autogrammkarten.

1972 war ich dann als Wehrpflichtiger bei der Bundeswehr in Münsingen; auf dem dortigen Übungsplatz wurde gerade die Fernsehserie „Die Powenzbande“, mit Gustav Knuth, für den damaligen SWF gedreht; meinen damaligen Kommandeur konnte ich dafür begeistern, dorhin zu den Dreharbeiten zu fahren. Und jetzt das Unglaubliche: Trotz meiner Uniform erkannte mich Gustav Knuth und sagte mir auf den Kopf zu, daß ich einer derjenigen Jugendlichen war, die ihm 1968 in Schönhagen Genesungswünsche zukommen haben lassen; dies habe ihn damals im (Zitat) „verschlafenen und verregneten Schöndingsbums an der Ostsee“ mehr als aufgerichtet.

Herzliche Grüße in das auch damals NICHT verschlafene Schönhagen und nach Kappeln, das ich gerne mal wieder besuchen möchte.

Ich könnte noch mehr Szenen zusammenschneiden, in denen z. B. die Allee in Sieseby oder der Lindauhof zu sehen sind. Statt gebe ich euch ausnahmsweise – weil ich die inzwischen erschienene DVD für völlig überteuert halte – einfach mal den Tipp, bei YouTube nachzuschauen. Da gibt’s den kompletten Film in annehmbarer Qualität.

Abschließend ein Dank an Regina, die mich auf diesen traurigen aber erinnerungswürdigen Zusammenhang aufmerksam gemacht hat.

2 Kommentare

  1. Bernd Koch

    Vielen Dank,lieber Achim!!

    Es gab auch viele Statisten aus Kappeln.Ich erinnere mich noch an Alfred Stange den damaligen Platzwart des TSV!!

  2. Heino Küster

    Die DVD habe ich mir erst vorigen Monat gekauft. Nur wegen des Bezugs zu meiner Geige. ;-)

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