Sep 16 2021

Bilderrätsel Nr. 615

Hier kommt ein „offenes“ Bilderrätsel – und zwar ein Motiv, das ich selbst immer noch nicht unterbringen kann.

Diese Ansichtskarte stammt vermutlich aus der 50er-Jahren und ist (leider) so gut wie neu – kein Text und kein Poststempel.

Frage: Wo stand (steht?) dieses Fachwerkhaus?

Bilderrätsel Nr. 615

Dieses Rätsel wird nicht moderiert!

Bilderrätsel Nr. 615

Ansonsten haben sich inzwischen eine Menge

ungelöste Bilderrätsel

angehäuft, die ihr euch gern mal wieder anschauen könntet.

Falls ihr dazu neue Ideen oder Erkenntnisse habt, bitte hier in den Kommentar schreiben. Die alten sind längst geschlossen.

Sep 16 2021

Kappixel 48

Zum Wochenende gibt’s – ergänzend zum „offenen“ Bilderrätsel – noch eine kleine Spielerei.

Was kommt hier völlig verpixelt daher?

Wenn ihr selber keine Ahnung habt, erkennt es vielleicht euer Smartphone. mrgreen

Nee – es ist kein QR-Code!

Kappixel 48

Pixelstufe 1-4 ~ Am Sonnabend geht’s weiter.

Kappixel 48

Sep 13 2021

Kappuzzle® 715 – Grieve | Ellenberg

Jahreszeitlich nicht ganz passend – die Weihnachtsdeko hängt noch, aber in wenigen Monaten wird sie ja auch schon wieder benötigt.

Im Januar 1975 hat Fritz Reinhardt dieses Geschäft in Kappeln fotografiert.

Welcher Laden ist es?

VéGé Markt | Peter Grieve

Kappuzzle® 715

Vor ein paar Monaten ist uns der frühere Inhaber im Fernsehen wiederbegegnet. Da ging es um den Heringszaun.

Der „Gemischtwaren“-Laden (Telefonbuch von 1979) von Peter Grieve befand sich in der Ellenberger Straße an der Abzweigung zum Fischergang – also in direkter Nachbarschaft zur Rikate von Frau Panknin.

Laut Google ist es die Hausnummer 9, laut Adressbuch 1983 und einiger Kommentare) die 11 – wer hat Recht?

1983 wurden übrigens sowohl „Grieve, Peter, Lebensmittel“ als auch die „Gaststätte Village“ unter der Adresse aufgeführt.

Ellenberg - VéGé Markt Grieve - Foto: Fritz Reinhardt (Januar 1975)

Ellenberg - VéGé Markt Grieve - Foto: Fritz Reinhardt (Januar 1975)

Erkannt oder erraten wurde das Geschäft von Heino Küster, Michaela Fiering, Ingwer Hansen, Maren Sievers, Harro Mehne, Runa Borkenstein, Hauke Marten und Regina Blätz

Sep 10 2021

TV-Tipp – mareTV

NDR Fernsehen

Am kommenden Donnerstag gibt es wieder einmal einen „regionalen“ Beitrag aus der Reihe

mareTV

Lieblingsküste: Ostsee
Von der Schlei bis zur Lübecker Bucht

Sendung: Donnerstag, 16. September 2021, 21:00 Uhr

… und in der NDR-Mediathek.

Sep 10 2021

Bilderrätsel Nr. 614 – Ford Hansen

Ein sommerliches Foto – vor sieben Jahren in Kappeln aufgenommen von Runa Borkenstein.

Frage: Welches Gebäude sehen wir im Hintergrund?

Ford Hansen

Bilderrätsel Nr. 614 - Foto: Runa Borkenstein (04.07.2014)

Der Blick der Fotografin geht von der Weide bei den Wohnmobilstellplätzen auf dem ehemaligen Gelände der Ziegelei Ancker hinüber zur Wassermühlenstraße 55, wo die Firma Günter Hansen GmbH & Co. KG seit 1972 ihren Automobilhandel betreibt.

Da das schon nach meiner Kappelner Zeit war, hat es mich erstaunt, wie schnell und sicher „Ford Hansen“ erkannt wurde, und zwar von Maren Sievers, Hans-Werner Panthel, Hauke Marten, Konrad Reinhardt, Heino Küster, Michaela Fiering und Ingwer Hansen.

Kappeln - Ancker-Gelände - Foto: Runa Borkenstein (04.07.2014)

Kappeln - Ancker-Gelände - Foto: Runa Borkenstein (04.07.2014)

Kein Händler kann heutzutage nur noch Autos verkaufen und reparieren. Zum unverzichtbaren Angebot gehört überall auch ein breit gefächerter Service.

Und wenn eine Firma mit der Zeit geht, ist die eigene Waschstraße sogar mit einer Webcam ausgestattet, damit der Kunde schon bei der Anfahrt auf seinem Display jederzeit sehen kann, wie groß der Andrang gerade ist. mindblown-alt

Allerdings muss die Ansicht (wie bei den meisten Webcams) zunächst per F5-Taste oder Neuladen-Button aktualisert werden, um auf dem neusten Stand zu sein.

Ob das nun der „Bringer“ ist, weiß ich nicht. Aber immerhin eine originelle Idee! lol

Ford Hansen - Waschstraße - Webcam

Sep 07 2021

Kappuzzle® 714 – Juso-Sticker

Vor 50 Jahren ~ aus meinem Tagebuch ~

Kappeln 1971

Was ist das und was steht drauf?

Aufkleber zur Landtagswahl 1971

Kappuzzle® 714 - Juso-Sticker (1971)

Am 25. April 1971 war Landtagswahl in Schleswig-Holstein.

Ich – damals noch Wochendend-Kappler und immer noch Wochenend-Juso unter meinem ehemaligen Musiklehrer und inzwischen SPD-Vorsitzenden Siegmund Köhl – habe seinerzeit zusammen mit anderen „Genossen“ diverse Stromkästen und Telegrafenmasten in Kappeln mit solchen Aufklebern – heute „Sticker“ – verunstaltet.

Zeitungsanzeige 1971

Wenn ich nicht so ein glühender Jochen Steffen-Fan gewesen wäre, hätte ich damals mein SPD-Engagement schon lange eingestellt – zumal ich meine politischen Antennen schon in andere Richtungen ausgestreckt hatte.

SDAJ-Sticker (1971)

Dabei war ich auch SDAJ-mäßig höchstens ein Sympathisant – insbesondere wegen der vielen kulturellen Veranstaltungen – und habe mich 1972 konsequent gegen eine Mitarbeit dort und auch in allen anderen politischen Zirkeln und Gruppierungen entschieden.

Als meine Lieblingsbarden Franz-Josef Degenhardt und Hannes Wader Ende der Siebziger der DKP beitraten, war ich hochgradig entsetzt und habe ihre Musik lange gemieden.

Degenhardt – SPD-Mitglied seit 1961 – hatte schon zur Landtagswahl 1971 in Schleswig-Holstein zur Wahl der DKP aufgerufen – was ihn dann sein SPD-Parteibuch kostete.

Damals fand sich solche Sichtweise allerdings auch in meinem Tagebuch:

15. April 1971

Heute war ich auf einer SPD-Wahlveranstaltung mit MdL Schulz (Eckernförder Bürgermeister).

Zum ersten Mal habe ich auf so einer öffentlichen Veranstaltung überhaupt einmal etwas gesagt und bin total frustriert worden, weil mir zu der Zeit und an dem Ort nicht die Möglichkeit gegeben war, das Gesagte stichhaltig zu untermauern und zu belegen.

Die Frage „Wie verhält sich die SPD, wenn die DKP in den Landtag einzieht?“ wurde mit viel Emotion und dann mit einem klaren „nein“ beantwortet, was eine Linkskoalition angeht.

Da kamen Dinge wie „russische Kriegsgefangenschaft“, „man muß ihnen politischen Irrtum zugestehen“, in zehn Jahren sind sie auch etabliert“, „die Jugend brauchte schon immer etwas, wofür sie kämpfen konnte“, „die KPD ist Schuld am Hitlerfaschismus (durch gemeinsame Sache der KPD mit SPD und Zentrum hätte die NSDAP ihren Kandidaten nicht durchbekommen, aber die KPD war ja zu stolz und mußte einen eigenen Kandidaten aufstellen!)“ und die Feststellung „Wir wollen Demokratie und nicht Diktatur“ (Schulz: „linker Faschismus“).

Dann die „sachliche“ Begründung:
Die DKP macht mit der KPdSU und der SED gemeinsame Sache. Die SPD („Jochen“) hat sich klar gegen „Kommunismus“ (gemeint war „Sozialismus“) abgegrenzt.

Aber: „Die DKP ist die einzige Arbeiterpartei.“ – belegt mit dem Beispiel: „Bei den Lohnunruhen 1970 hat die DKP immer wieder die Arbeiterinteressen unterstützt und ihre Forderungen befürwortet (z. B. in Betriebszeitungen), während das SPD-Organ „Nord-Woche“ sich 7 Wochen lang ausgeschwiegen hat.“

Schulz: „Diese und solche Argumente höre ich immer wieder aus bestimmten Kreisen. Tatsache ist, dass die SPD immer auf der Seite der Arbeiter gestanden hat.“

Ich: „Das ist falsch.“

Schulz: „Hören Sie auf, solchen Unsinn zu reden. Wenn ich sage: diese Wand ist weiß mit Blumen, sagen Sie: die Wand ist schwarz ohne Blumen. Und sie ist doch weiß mit Blumen.“ …

Ich hatte mir schon vorgenommen, vielleicht doch nicht zur SDAJ zu gehen und vielleicht doch SPD zu wählen, werde meiner derzeitigen politischen Überzeugung aber konsequent nachkommen.

Ansonsten bin ich gespannt, wie der Schlei-Bote den von mir dargestellten DKP-Disput in seinem Bericht bewertet, schildert oder überhaupt berücksichtigt.

[Es gab keinen Bericht im Schlei-Boten.]

Jetzt das Wahlergebnis:

CDU 51,87 % | SPD 40,99 % | FDP 3,81 % | SSW 1,39 % | NPD 1,32 % | DKP 0,37 % | EP 0,25 %

Obwohl ich – aus Solidarität zu meinen Kappler Genossen und zu „Jochen“ dann doch SPD gewählt habe, konnte die CDU erstmals die absolute Mehrheit im Land erringen und erzielte ihr bis heute bestes Ergebnis in Schleswig-Holstein.

Die DKP ging völlig unter und FDP und NPD verfehlten den Wiedereinzug ins Parlament, so dass neben CDU und SPD nur der „ewige“ SSW-Abgeordnete Karl Otto Meyer dem Landtag angehörte.

Gerhard Stoltenberg wurde zum Ministerpräsidenten gewählt.

Der „rote Jochen“ blieb bis noch bis 1973 SPD-Vorsitzender und Oppositionsführer, zog sich aber nach seiner erneuten Niederlage aus der Politik zurück – um kurz darauf als Kuddl Schnööf zu reüssieren. Dafür erhielt er 1978 sogar den Deutschen Kleinkunstpreis.

Jochen Steffen & Kuddl Schnööf - LP 1973

Mir selbst wurde die Parteimitgliedschaft übrigens nicht entzogen. Ich gab mein SPD-Parteibuch – damals konsequenter Weise – von mir aus zurück.

Ach ja – meine persönliche Meinung zu dem Sticker habe ich seinerzeit direkt darunter in mein Tagebuch geschrieben

Tagebuch-Kommentar 1971

Zugegeben ein etwas ungewöhnliches Rätsel, aber originell und sogar ein bisschen aktuell, obwohl es schon ein halbes Jahrhundert her ist.

Richtige Antworten „gewählt“ wink haben Konrad Reinhardt, Heino Küster, Maren Sievers und Runa Borkenstein.

Sep 04 2021

Kappuzzle® 713 – Briefmarken-Werbeschau

Vor 55 Jahren

Diese Postkarte ist mit einem Sonderstempel der Deutschen Bundespost vom 4. September 1966 versehen.

Aus welchem Anlass?

Briefmarken-Werbeschau

Kappuzzle® 713

Seit meiner Kindheit habe – wie in den 50er-Jahren viele andere Kinder – Briefmarken gesammelt.

Ob ich zuerst in Detlefsens Gartennische in der Friedrich-Hebbel-Straße Skatspielen gelernt oder mit dem Briefmarkensammeln angefangen habe, weiß ich nicht mehr. Schon damals geschah vieles zeitgleich.

In den frühen Sechzigern gehörte ich dann zum „Verein der Briefmarkenfreunde – Kappeln und Umgebung“.

Regelmäßig trafen wir uns im „Vereinsraum“ im Strandhotel (das sind die Fenster links neben dem Eingang) zum Tauschen und Unterhalten.

Kappeln - Strandhotel (1960)

Da wir drei oder vier Jungs als Nachwuchs von den Honoratioren wie Amtsgerichtsrat Lindig ernst genommen und gut behandelt wurden, war es eine tolle und z. T. spannende Zeit.

Eine schöne, aber zugleich auch eine verrückte Zeit – wenn man bedenkt, dass ich „parallel“ zu meinen „gewachsenen“ philatelistischen Ambitionen inzwischen ganz neue Interessen hatte und die Beatmusik über kurz oder lang alles Andere dominierte und ich auch die entsprechenden (Tanz-)Veranstaltungen im Strandhotel direkt im Saal nebenan besuchte.

Dass breit gefächerte Interessen sich nicht im Wege stehen müssen und man vieles gleichzeitig mit der gleichen Begeisterung betreiben kann, wenn die Seele es möchte und die Energie reicht, wurde mir erst später bewusst.

Zurück zu den Briefmarken.

Sonderstempel 1966

1966 veranstaltete unser Verein eine große Briefmarken-Ausstellung einschließlich „Großtauschtag“ im Strandhotel – da wo sonst geschwoft wurde wink – und ich durfte einen kleinen Anteil dazu beitragen.

Was hatte ich zu bieten, was die anderen „gestandenen“ Sammler nicht hatten? Sperrwerte!

Eine besondere Art der Devisenbeschaffung der DDR war damals die ständige Ausgabe von neuen Briefmarkenserien. Jeweils eine Marke der „Sätze“ wurde dabei als „Sperrwert“ in kleinerer Auflage produziert und war deshalb besonders wertvoll und nicht so einfach zu bekommen.

In den frühen Sechzigern hatte ich einen Deal mit meiner Tante Ruth. Sie schickt mir alles, was sie auf dem Postamt in Rostock kriegen kann und bekommt dafür von mir persönlich ein Extra-Weihnachtspaket – das mich ungefähr das halbe Taschengeld eines ganzen Jahres kostete.

So konnte ich 1966 einige komplett bestückte DDR-Blätter aus meinem Leuchtturm-Album auf der Ausstellung präsentieren und war mächtig stolz darauf.

Obwohl die meisten Besucher sich dann doch eher für die Nachkriegsmarken der Deutschen Bundespost (Berlin) interessierten – und einige Adolf-Rarititäten gab es natürlich auch noch zu bestaunen.

Das Ganze nannte sich offiziell „Briefmarken-Werbeschau“ und ich bin wegen meines bescheidenden Anteils bis heute leicht angerührt davon, dass dieser kleine Kappelner Verein damals die Bundespost zu einem Sonderstempel bewegen konnte.

Der philatelistische Background des Rätsels wurde aufgedeckt von Hauke Marten, Konrad Reinhardt, Heino Küster und Hans-Werner Panthel.

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