Okt 18 2021

Bilderrätsel Nr. 622

Noch ein Archiv-Bild – diesmal von 2017 und wieder fotografiert in Kappeln von Michaela Fiering.

Frage: An welchem Parkplatz befindet sich dieses Gemälde?

Bilderrätsel Nr. 622

~ Auflösung am Donnerstag ~

Bilderrätsel Nr. 622

Okt 14 2021

Bilderrätsel Nr. 621 – Gorch-Fock-Straße

Weil die Lösung des letzten Meierei-Rätsels sich inzwischen fast von selbst ergibt – auch wenn sie erst zwei von euch erraten haben –, hier ein zweites Wochenendrätsel aus dem Archiv.

Ich habe zum Spaß mal PPPL gegoogelt – war aber nicht „zielführend“! lol

Ansonsten ist alles „weg“!

Frage: Zu welchen Wegen weisen diese Wegweiser in der Gorch-Fock-Straße?

Paduaweg, Pamirweg, Passatweg, Lotsenweg

Bilderrätsel Nr. 621

Die Namen erscheinen beim Berühren oder Anklicken mit der Maus.

Erraten wurden die Ellenberger Straßennamen – auch wenn die Reihenfolge nicht immer stimmte – von Angelika Rossen-Bürger, Konrad Reinhardt, Maren Sievers, Michaela Fiering*, Heino Küster, Hans-Werner Panthel , Hauke Marten und Runa Borkenstein, wobei sie mit dem „Luisenweg“ knapp daneben lag – den gibt’s weder hier noch anderswo in Kappeln.

* Dass Michaela sich an ihr 9 Jahre altes Foto nicht mehr erinnert, ist nachvollziehbar, zumal sie damals ja auch noch anders hieß. lol

Okt 14 2021

Nancy Sinatra

Da  Eckehard und Dietrich sich gerade die Bälle zuspielen und ich fest davon überzeugt bin, dass auch Eckehards lebhafte (und musikalisch fundierte) Erinnerungen* durchaus Buch-fähig sind, hier nach längerer Pause mal wieder ein Kapitel daraus.

1968 – Nancy in der Botanik?

von Eckehard Tebbe (2013)

Es kommt zwar ausgesprochen selten vor, aber bisweilen spielt beim Plattenkauf das Cover eines Albums eine zumindest nebensächliche Rolle.

1968, als ich wegen meines häuslichen Nebenverdienstes (Melken unserer Kühe) und meines Einsatzes als DJ in der Vogelsang-Grünholzschen ‚Bahnhofsturnhalle‘ zur etwas betuchteren Schülerklasse gehöre, kann ich mir manche nette LP oder Single leisten. Ich hänge daher in Plattenshops rum, wann immer es möglich ist. Und bin ich erstmal drin, grabe ich den Laden regelrecht um. Mir entgeht absolut nichts. Es könnte ja sein, dass sich irgendwo zwischen den Jazz-, Schlager-, Klassik- oder gar Volksmusikscheiben ein Prunkstück verirrt hat. Also werfe ich besser auch einen Blick in solche Kisten, zumindest stichprobenartig.

Unter solchen Bedingungen muss dies passieren …

LP-Cover - Nancy Sinatra - SugarIrgendwer hat ‚Sugar’ von Nancy Sinatra zwischen den Jazzalben platziert. Ich stelle natürlich Mutmaßungen an, wie sowas vorkommen kann. Es könnte ein schlichtes Versehen sein.
Kann ja mal passieren. Du bist als Verkäuferin morgens noch nicht richtig wach, das Frühstücksei war nicht viereinhalb Minuten oder du hast dich an diesem schönen Sommertag doch etwas zu luftig angezogen. Du bist einfach verstimmt. Es ist nicht dein Tag …

Möglicherweise steckt aber auch Absicht dahinter. Die etwa fünfzigjährige Brünette – also allemal noch keine pudellockige Rentnerin – hinter dem Tresen könnte Nancy dorthin verbannt haben, weil sie weiß, dass Jazz weniger als Rockmusik verkauft wird und die Interessentengruppe eher im Erwachsenenbereich anzusiedeln ist.

Das Cover zeigt Frankies gut gebaute und ausgesprochen niedliche Tochter nämlich im knappen Bikini, den linken Daumen lässig in das Unterteil gehakt. Wird sie es gleich über ihre ebenmäßigen Schenkel streifen? Sieht danach aus, denn die linke Seite hat sie bereits etwa fünf Zentimeter nach unten geschoben. Zumindest ist eine deutliche Asymmetrie des Slips auszumachen. Und das Gesicht der hübschen Lady ziert eine Unschuldsmiene mit leichter Öffnung der Lippen.

Sowas gehört doch eher in den Playboy, oder? Das kannst du doch nicht dem exakt gescheitelten Jungen präsentieren, der gerade eine LP der Mamas und Papas gekauft hat. Oder diesem vielleicht Siebzehnjährigen in der Beatles-Jacke, der sich gerade unser Volksmusikrepertoire ansieht. Der sieht nett und wohlerzogen aus und hat sicher noch nie im Leben ein so spärlich bekleidetes Girl in einem dermaßen unschicklichen Abstand vor sich gehabt. Ja, seine Haare dürften etwas kürzer sein, und diese Stiefel hätte ich ihm als Mutter auch nicht zugestanden. Doch sonst … Aber was hat er denn jetzt vor? Jazz? Oh Gott, Jazz!

Und jetzt zieht er diese Platte mit dem nackten Mädchen aus der Kiste …

Single-Cover - Nancy Sinatra - Sugar TownIch kenne nur einen einzigen Titel des Albums: ‚Sugar town’. Aber gerade der ist ja sowas von gut. Er pulst geradezu in mein Ohr hinein. Mal hören, was Nancy außer diesem Track und der vor mir entfalteten Edelkarosse sonst noch zu bieten hat: „Kann ich da mal reinhören?“

„Jaaaaa, sicher.“ Hmm, vernehme ich da einen leichten Sprachfehler bei der Dame? Eine kaum zu identifizierende Dehnung der Vokale? Wird doch hoffentlich nichts Ernstes sein? Nein, hab ich mir wohl eingebildet. Zumindest stimmen ihre Handgriffe. Sie zieht das Vinyl mit elegantem Schwung aus der Hülle, legt es auf den Teller und bedient die Hebel. Rotation, dreiunddreißigeindrittel. Das Cover legt sie auf den Tresen, jedoch falsch rum.

Nancy sollte aber mich ansehen. Ich bin der Kunde. Ich will mir diese Ikone von Frau zulegen. Weshalb ist sie also dieser leicht verstört wirkenden Dame zugewandt? Wägt sie ab, ob ihr dieser Zweiteiler möglicherweise auch stehen könnte? Aber solche Klamotten werden schon längst im Sommerschlussverkauf verscherbelt. Jetzt müsste die Winterkollektion in den Läden sein, oder? Gut, ich kenn mich da nicht aus. Ich werte die Angelegenheit mal als Nachlässigkeit und drehe Frankies Spross zu mir. Wow, Nancy, du bist echt optimal in Schuss. Süß. Und deine Augen … und diese Engelsmähne.

Aber jetzt erzähl mir mal, wo du in diesem schnuckeligen Outfit eigentlich rumturnst? Du bist doch nicht am Strand. Was sind das dort im Hintergrund für Pflanzen? Räkelst du dich etwa irgendwo in der Botanik? Das bedarf einer überzeugenden Erklärung.

Böses Mädchen. Du, ich muss dir außerdem sagen, dass das Cover verdammt unscharf ist. Ich meine natürlich rein fototechnisch. Hat der Photograph zu grobkörnigen Film verwendet? Hat er bei der Belichtung gepfuscht? Ist er sonstwie Dilettant? Oder hast du ihn einfach nur verwirrt?

Eartha KittIch versuche jetzt mal, mich auf die Musik zu konzentrieren. Dabei stelle ich fest, dass sie einen deutlichen Bezug zum Cover hat. Was die blanke Haut betrifft. Der Link zur Tageszeit ist dagegen verfehlt, denn hier wird unzweideutig schummriges Night-Club-Feeling verbreitet. Wer ‚Let’s fall in love’ covert, will Erinnerungen an Eartha Kitt wach rufen, und die weckt sicher keine Assoziationen zum Strand von Malibu.

Ähnlich verhält es sich mit ‚Button up your overcoat’, ‚Sweet Georgia Brown’, oder ‚Oh you beautiful doll’. Und ‚Sugar town’ haut natürlich ebenfalls in die schwüle Kerbe. Du kannst dir Nancy also durchaus als Midnight Lady mit locker über die zarten Schultern gerutschten Spaghetti-Trägern und geschlitzter Robe vorstellen.

Okay, eine halbe Stunde nächtliches Las Vegas oder gar Reeperbahn für 22 Mark …

„Ich nehme die Platte.“ Der Satz kommt mir mit der Beiläufigkeit über die Lippen, mit der damals die Sankt-Pauli-Nachrichten (gibt’s die eigentlich noch?) im Supermarkt aufs Band an der Kasse gelegt werden.

„Gut.“ Sie lässt die LP mit erstklassiger Feinmotorik in die Tragetasche gleiten und kassiert den Nachtclub-Eintritt. Entweder wird sie Nancy kein zweites Mal bestellen oder in Zukunft unterm Ladentisch aufbewahren.

Zuhause überlege ich einen Moment, ob ich ‚Sugar’ zwischen die LPs stelle oder aber auf das kleine Regal über meinem alten Schreibtisch, neben den geklauten Martini-Aschenbecher. Nein, doch lieber zwischen Simon & Garfunkel und die Small Faces.

Putzig ist das schon. Ende 1968 brauche ich dringend ‚Electric Ladyland’ von der Jimi Hendrix Experience.

LP-Klapp-Cover - The Jimi Hendrix Experience - Electric Ladyland

Wer könnte ohne ‚Burning of the midnight lamp’ oder ‚All along the watchtower’ auskommen? Ich finde die Scheibe ganz korrekt eingeordnet vor, eben unter H hinter den beiden früheren Hendrix-LPs.

Wo hätte die brünette Lady bloß dieses Cover mit der Unmenge an blanken Busen versteckt? Aber der bedienende Herr im Laden ist ja auch kaum 10 Jahre älter als ich.

Sex sells? Na klar.

Denk mal an Andy Warhols ‚Sticky fingers’-Cover.

Daran dürften sich sicher ein paar Ladies erfreut haben. Andrew Warhola hatte stets ein subtiles Gespür für wirkungsvolle Konzepte. Allein der Reißverschluss … Wieviele Mädchen/Frauen wohl an ihm gezogen haben … und dann enttäuscht wurden?

LP-Cover - Rolling Sones - Sticky Fingers

* Bisherige Beiträge von

Eckehard Tebbe

Die nicht mehr aktuellen Video-Links werde ich in Kürze überarbeiten.

Soundtrack of my life

1963-1966 – Die Fab Four

1965-1969 – Manfred

1965 – La poupée

1966-1971 – Top 20

1967 – Landluft und pralle Euter

1967 – Entspannt am Strand

1967 – Sängerkrieg

1968 – Whisky mit den Equals

1968 – Tante Klara, der Vopo und eine Flasche Wein

Okt 13 2021

Bilderrätsel Nr. 620 – Meierei Nieby

Ein vorläufig letztes Meierei-Rätsel.

Wie die Meierei Dörphof in Schwansen feierte auch diese Angelner Meierei 1962 ihr 75-jähriges Bestehen.

Die Fusion mit der Meierei in Kappeln erfolgte über einen Zwischenschritt, indem sie 1965 zunächst der Meierei Steinbergkirche beitrat, die dann selbst 1971 als größste und vorletzte (vor Dörphof) mit der Zentral-Meierei Kappeln zusammenging.

Zuvor waren der Meierei Steinbergkirche folgende 11 Betriebe beigetreten (in alphabetischer – nicht chronologischer Reihenfolge):

Ahneby ~ Gelting ~ Gintoft ~ Groß-Quern ~ Kalleby
Lehbek ~ Nieby ~ Niesgrau ~ Steinberg ~ Sterup ~ Westerholm

Welche dieser Meiereien ist hier abgebildet?

Nieby

Bilderrätsel Nr. 620

Mehr als die in der Einleitung aufgeführten Informationen habe ich zu dem Gebäude nicht, außer dass das es Ende der Siebziger wohl als Altersheim genutzt wurde.

Erraten wurde die Meierei Nieby von Konrad Reinhardt, Heino Küster, Hans-Werner Panthel, Runa Borkenstein und Holger Petersen.

Okt 10 2021

Bilderrätsel Nr. 619 – Paul Bechler

Gerade habe ich berichtet, welche Meiereien es früher in Schwansen gab, und nun das!

Allersfeinste Tafelbutter aus Karby! Da gab es doch gar keine Meierei!

Von wem wurde die Butter unter Verwendung eines der damals spektakulären Eiswinter-Motive 1929 überregional beworben?

Da das Geschäft schon um die vorletzte Jahrhundertwende florierte, ließ man sich am Orte ein hübsches Domizil errichten.

Die Name der Firma ist aber auch noch im Telefonbuch 1964 zu finden.

Paul Franz Bechler

Bilderrätsel Nr. 619

Der Name erscheint beim Berühren oder Anklicken mit der Maus.

Tatsächlich hatte Karby nie eine eine eigene Meierei. Aber wie berichtet, konnten die Karbyer Bauern ab 1887 ihre Milch in der Meierei Dörphof abliefern.

Dort konnte alsbald so viel Butter produziert werden, dass es sich anbot, diese weit über die heimatliche Region hinaus zu vermarkten – zumal ihre Qualität mehrfach prämiert wurde, zuletzt mit dem zweiten Preis auf der DLG-Austellung 1905 in München.

Das übernahmen ortsansässige Kaufleute, allen voran Paul Franz Bechler, der bereits um 1900 die Urkunde als „Hoflieferant Seiner Majestät des Kaisers und Königs“ für Butter und Honig erhielt und vor allem wegen der neuen Infrastruktur mit der Eckernförder Kreisbahn einen florierenden Versandhandel aufbauen konnte.

Wie eingangs erwähnt, liefen die Geschäfte so gut, dass Bechler sich 1904 eine Villa bauen ließ, die mit ihrem von einem Kuppeldach gekrönten Turm bis heute eine Sehenswürdigkeit in Karby ist.

Villa Bechler - Foto: Maren Sievers (19.11.2014)

Erraten wurde der Butter- und Honiglieferant Paul Bechler von Konrad Reinhardt, Maren Sievers und Runa Borkenstein.

Okt 08 2021

Buchtipp? – Was Opa so erzählt

Wie beim letzten Mal ist dies (noch) keine „Empfehlung“, weil das Buch soeben erst erschienen ist und ich selbst es (noch) nicht kenne. Deshalb wieder das Fragezeichen hinter dem „Tipp“.

Hier aber zumindest aber schon mal der Hinweis auf das neue Werk unseres Mitreisenden

Dietrich von Horn

WAS OPA SO ERZÄHLT
Von Enkeln und anderen Abenteuern

272 Seiten | Taschenbuch
ISBN 978-3-86265-831-2
12,99 EUR
Verlag: Schwarzkopf & Schwarzkopf.

Dietrich von Horn - Was Opa so erzählt

Nach dem Erfolg des Buches OMA, OPA, KANN ICH EIN EIS?! musste nun unbedingt ein zweites folgen. Thematisch setzt es dort an, wo das letzte aufgehört hat: Bei den Enkelkindern.

Dieser Band ist aber um einige Aspekte erweitert. Zwar stehen die sich entwickelnden Enkelkinder weiter im Fokus; doch Opa hat nicht nur sie in seinem Blick, sondern beschreibt auch den manchmal skurrilen Ehealltag.

Er macht sich auch Gedanken um das, was sonst noch so um ihn herum passiert. Immer und überall stellt er seine Ohren auf und beobachtet seine Umwelt, seinen Mikrokosmos, in dem er sich bewegt.

So wird das Gespräch am Nachbartisch im Café von Interesse, das von den Freuden, Sorgen und Nöten des Lebens erzählt oder das Gesangsduo, das auf dem Marktplatz seine Lieder spielt und dazwischen seine Sprüche kloppt.

Also, Vorsicht! Wenn Sie einen einzelnen Herrn mit grauen Haaren, Brille, Notizheft und Kugelschreiber am Nebentisch sehen. Passen Sie auf, was Sie sagen.

Okt 07 2021

April, April im Oktober?

Fast hätte ich ich ihn mal wieder vergessen – den 1. April mit seinen „Scherzen“!

Damit wir aus dem Lachen gar nicht mehr rauskommen – „Wir amüsieren uns zu Tode“ gemäß Neil Postman (vor 2 Tagen war sein 18. Todestag) – wurde die Scherzfrequenz jetzt offenbar auf halbjährlich verdoppelt – und zwar von unseren finnischen EU-Freunden.

Pressemeldung(en) vom 1. Oktober 2021

Finnische Behörden haben grünes Licht für den Einsatz eines experimentellen CoV-Impfstoffs an Nerzen gegeben.

Die Sondergenehmigung sei „wirksam bis Ende Dezember“, teilte Liisa Kaartinen von der finnischen Nahrungsmittelbehörde gestern mit.

Nach Angaben des finnischen Pelzzüchterverbands, der den Impfstoff zusammen mit Forschern der Universität Helsinki entwickelt hat, stehen eine halbe Million Dosen bereit, „genug, um alle Nerze zweimal zu impfen“….

Und das, nachdem in Dänemark, dem weltgrößten Exporteur von Nerzfellen, die Regierung im vergangenen November eine Notschlachtung aller 15 Millionen Tiere im Land angeordnet und kurz darauf auch deren Zucht erst einmal grundsätzlich verboten hatte.

Ein Ende der Nerzzucht durch Corona? Offenbar nicht.

In Finnland hofft man sogar auf einen profitablen Aufschwung.

Also: Weiterquälen dank Impfung!

I’m finnish – Ich habe fertig.

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